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2020 – Ein bewegtes Jahr mit Covid-19

Das nun abschließende Kalenderjahr 2020 war gesellschaftlich wie auch wirtschaftlich sehr stark durch die Corona-Pandemie geprägt. Dies wird auch noch für das kommende Jahr weiter gelten. Nach dem ersten Auftreten von Corona-Ausbrüchen in China, breitete sich das Virus auf allen Kontinenten aus. Die eingeleiteten Schutzmaßnahmen hatten zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Vor allen die Lockdown`s mehrerer Länder, mit Schließung ihrer Grenzen, schränkten den Warenverkehr hierzulande aber auch international ein. Nicht nur Waren konnten nicht exportiert bzw. importiert werden, sondern auch Geschäfte, Hotel- und Gastronomiebetriebe wurden mittelfristig geschlossen. Dies führte zu einer Veränderung der Handelsströme.

In einigen Ländern konnten demzufolge nur bedingt Molkereiprodukte abgesetzt werden. Allerdings stiegen im Frühjahr die Umsatzzahlen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) durch die Bevorratung der Privathaushalte heftig an. Auch dadurch, weil die Reisetätigkeit nicht wie in den Jahren zuvor möglich war, konnte sich der Absatz im LEH auf einem ansprechenden Niveau halten. Ebenso durch die erneute Öffnung der Gaststätten und Hotels. Dennoch kam es zeitweise durch die Marktschiebung zu einem Mengendruck am Milchmarkt, so dass Mitte des zweiten Quartals 2020 manche Milchprodukte zu leichteren Preisen verkauft wurden. In diesem Zeitraum gingen, je nach Molkereiunternehmen, die Milchpreise um zwei bis drei Cent pro Kilogramm Milch zurück.

Nachdem es im dritten Quartal 2020 zumeist keine einschneidenden Corona-Einschränkungen gab, hat sich die Wirtschaft wieder „erholen“ können. Der Gesamtkonsum im Milchbereich konnte wieder an seine normale Entwicklung anknüpfen. Selbst die im Frühjahr reduzierten Exportmöglichkeiten, haben bis in den Herbst hinein, mit teilweise anziehenden Preisen, summarisch wieder die Vorjahreswerte erreichen können. Dies führte zu einer Verbesserung der globalen Handelspreise für Molkereiprodukte im vierten Jahresquartal wie beim GDT-Resultat bis zum Jahresende.

Die Inlandsgeschäfte verfügten infolge der guten Nachfrage ebenfalls über eine etwas festere Preisbasis, so dass die Auszahlungsleistung der Molkereien, je nach ihrer Verwertung, ab August 2020 leicht angestiegen ist. Angesichts der derzeitigen Preisentwicklung könnte noch zum Jahresende annähernd das diesjährige Anfangsniveau erreicht werden. Allerdings kann, durch die Preisdelle im Sommer, der Jahrespreis des Vorjahres nicht mehr ganz erzielt werden. Der Preisabstand wird wohl bei einem Cent pro Kilogramm liegen.

2021 – Was ist zu erwarten?

Die derzeitigen Fallzahlen der Ansteckungsrate des Coronavirus im Dezember 2020, lassen in Deutschland und in Europa leider viel Raum zu Spekulationen offen. Eine ähnliche Ausgangssituation für den Milchmarkt, wie im Frühjahr 2019, ist deshalb nicht mehr abwegig. Entsprechende Aussagen von der Politik gehen bereits schon durch die Presse. Ob allerdings die Milchmärkte davon stark beeinflusst werden, ist nicht vorhersehbar. Schließlich hat sich das Jahr über gezeigt, konsumiert wird immer. Ob Zuhause oder wo auch immer!

Milchauszahlungspreise Deutschland konventionelle Milch
Weltmarkt GDT - Global Dairy Tender

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