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Neue Rohmilchgüteverordnung ab 01.07.2021 in Kraft

Am 1. Juli tritt die neue Verordnung zur Förderung der Güte von Rohmilch, kurz Rohmilchgüteverordnung oder RohmilchGütV in Kraft. Die Rohmilchgüteverordnung ist als Teil einer Mantelverordnung (Verordnung zur Fortentwicklung des Rohmilchgüterechts vom 11.01.21) am 20.01.21 im Bundesgesetzblatt Teil 1 Nr. 2 veröffentlicht worden.

Was bringt die neue Verordnung?
Für Milcherzeuger stehen die mengengewichtete Mittelwertbildung für die Inhaltsstoffe Fett und Eiweiß, der Wegfall der S-Klasse, die Absenkung des Hemmstoffabzuges auf 3 ct/kg Anlieferungsmilch und Monat sowie die Festsetzung des Umrechnungsfaktors von Liter auf Kilogramm auf 1,03 im Blickpunkt.

Für Molkereien und MiIchprüfringe bringt die neue Verordnung nicht weniger als einen Systemwechsel mit sich. War bisher der Milchprüfring Bayern e.V. (mpr) mit einer eigenen Ausführungsverordnung vom Freistaat beauftragt, die Milchgüteverordnung umzusetzen, stehen künftig die einzelnen Molkereien in der Pflicht. In Bayern besteht allerdings weitgehend Einigkeit zwischen Verbänden und Verwaltung, dass auch künftig der Milchprüfring Bayern e.V. die entsprechenden Dienstleistungen übernehmen soll. Dies wird vor dem 1. Juli eine privatrechtliche Vereinbarung erfordern, also einen Vertrag zwischen Molkerei und mpr, um alle Aufgaben zu übertragen und somit die Abwicklung aller nötigen Schritte sicher zu stellen. Gelingt es, die bisherige Umsetzung der Milchgüteverordnung in Bayern auf dieser neuen nicht mehr staatlich geregelten privatrechtlichen Basis weiterzuführen, sollte es zu keinen merklichen Änderungen in der täglichen Arbeit von Landwirten, Molkereien und Milchprüfring kommen.

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