06.07.2018

QM Milch

Rahmenvereinbarung über Schlachtkühe verlängert

Bereits seit 2006 besteht zwischen QM Milch, seit 2011 als QM-Milch e.V. firmierend, und der QS Qualität und Sicherheit GmbH, kurz QS, eine Rahmenvereinbarung zur Vermarktung von Schlachtkühen.
Ziel dieser Rahmenvereinbarung ist eine Anerkennung von Milcherzeugerbetrieben, die nach QM-Milch auditiert und zertifiziert sind, durch QS. Diese Vereinbarung war in den vergangenen mehr als 10 Jahren sehr erfolgreich - für die Milcherzeuger mit QM-Audit, die ihre Schlachtkühe mit QS-Aufschlag vermarkten konnten, aber auch für QS, das händeringend nach zertifiziertem Rindfleisch gesucht hat und immer noch sucht. Eine Fortsetzung dieser fruchtbaren Vereinbarung über die Anerkennung von QM-Milch-Audits und QM-Milch-Zertifikaten im QS-System wurde deshalb von beiden Seiten angestrebt und vor kurzem erneuert.
 
QM-Milch-Betriebe sind also auch zukünftig berechtigt, ihre Schlachtkühe an QS-Schlachtunternehmen zu liefern und das gewonnene Rindfleisch als QS-Ware vermarkten zu können. Die jetzt von DBV-Generalsekretär, Bernhard Krüsken, als Vorstandsvorsitzenden von QM-Milch e.V., als Träger für das bundeseinheitliche Qualitätsmanagementsystem Milch und Standardgeber, sowie Dr. Hermann-Josef Nienhoff als Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH, schließt unmittelbar an die Rahmenvereinbarung vom Dezember 2006 an und ersetzt die damals unterzeichnete Vereinbarung. Grundlage dieser Vereinbarung ist die jeweils aktuelle Fassung des bundeseinheitlichen Standards zur Milcherzeugung von QM Milch, gegenwärtig die Fassung bzw. der Standard 2.0 vom 1. Januar 2016.
 
QM-Milch-Betriebe, die ihre Schlachtkühe in das QS-System liefern möchten, sind übrigens verpflichtet, ausschließlich Futtermittel einzusetzen, für die die von QS, QM-Milch und weiteren Systemgebern und Verbänden unterzeichnete Futtermittelrahmenvereinbarung über den Einsatz von Futtermitteln in der Milcherzeugung in der jeweils gültigen Fassung gilt. Wert legen die Initiatoren auch immer darauf, dass Doppel- Auditierungen durch zusätzliche QS-Audits vermieden werden sollen. Die Weitergabe bestandener QM-Milch-Audits ist durch die Datenaustauschvereinbarung geregelt: Milcherzeugerbetriebe müssen im Vorfeld der Weitergabe der Stammdaten über die QM-Milch-Vertragspartner (z.B. Zertifizierungsstellen) an QS zugestimmt haben. Ist dies geschehen, erfolgt die Meldung eines erfolgreichen QM-Milch-Audits automatisch an das System und die Schlachtkühe werden als QS-Kühe vermarktet.
 
Vereinbart wurde übrigens auch, dass eine Teilnahme von Milcherzeugerbetrieben mit QM am QS-System nicht vorgesehen ist. Wer aber alle seine Rinder, neben den Schlachtkühen auch zur Schlachtung vorgesehene weibliche Rinder und Mastbullen über QS vermarkten möchte, muss sich über beide Systeme auditieren und zertifizieren lassen - wenn möglich über die bereits angesprochene Kombikontrolle. Leider hat es in der Vergangenheit in Bayern noch vereinzelt und regional Schwierigkeiten gegeben, dass die Zertifizierungsstellen nicht "umgehend" das erfolgreiche Audit gemeldet haben und die Schlachtkühe dann auch nicht den QS-Aufschlag erhalten konnten. Hier wird der VMB als Regionalstelle Bayern versuchen, noch Verbesserungen im Sinne der Milcherzeuger zu erreichen.