Menü

News

123rf(c)onypix

Wenn eine Liefersperre droht

Der VMB hat an dieser Stelle in den vergangenen 12 Monaten bereits über die bundesweiten Arbeiten zu "neuen Leitlinien zur Aussetzung und Wiederaufnahme der Milchlieferung" berichtet, die unter Koordination des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft e. V. (VDM) geführt wurden und mittlerweile in Kraft getreten sind. Der VMB wird dieses Thema in den kommenden Wochen nochmals ausführlich in Fachmedien und Fachmagazinen erläutern.

Die rechtliche Grundlage hat sich geändert. Aber das seit Jahren bekannte Grundprinzip bleibt für den Milcherzeuger bestehen: Die Milchlieferung ist auszusetzen, wenn ein Keimgehalt von kleiner gleich 100.000 pro ml im geometrischen Zweimonatsmittel sowie ein Zellgehalt von kleiner gleich 400.000/ml im geometrischen Dreimonatsmittel nicht eingehalten wird. Wenn nicht innerhalb von drei Monaten nach der ersten Meldung über die Nichteinhaltung dieser Anforderungen an den Keimgehalt bzw. an den Gehalt an somatischen Zellen Abhilfe geschaffen wurde, ist die Milchlieferung auszusetzen. Neu ist: Der Milcherzeuger als Lebensmittelunternehmer ist dafür verantwortlich, die erforderlichen Meldepflichten an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde durchzuführen und dafür Sorge zu tragen, durch geeignete Maßnahmen Abhilfe zu schaffen.
Vorgehensweise in Bayern: Um Milcherzeuger so weit es geht zu unterstützen, wird in Bayern aber an der seit 2008 mit den zuständigen Behörden vereinbarten Vorgehensweise festgehalten. In Absprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wird der Milchprüfring Bayern e. V. (MPR) auch weiterhin die Milcherzeuger bei Ausschluss informieren, den Handprobenantrag für die Wiederaufnahme der Milchlieferung beilegen sowie die erforderlichen Meldungen an die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden und Molkereien vornehmen.

Die neue Leitlinie kann hier im Detail nachgelesen werden

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern