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VMB-Vorstand im Gespräch mit DBV-Generalsekretär Krüsken
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VMB-Vorstand im Gespräch mit DBV-Generalsekretär Krüsken

Wenn sich die Gelegenheit bietet, soll man diese auch nutzen: Am Dienstag dieser Woche trafen sich der gewählte Vorstand des VMB mit Vorsitzenden Wolfgang Scholz und seinen beiden Stellvertretern Ernst Kettemann sowie Alfred Enderle zusammen mit den zuständigen Vertreter*innen des Bayerischen Bauernverbandes mit Milchpräsident Günther Felßner an der Spitze, zu einem Gedankenaustausch über aktuelle und brisante Themen, mit dem Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken. Dabei ist der Oberbegriff dieser Gespräche  nach wie vor "Milch". Aber während die Preisbildung vornehmlich im Zuständigkeitsbereich der Vermarktungsorganisationen liegt, geht es bei den Interessenverbänden entlang der Wertschöpfungskette Milch, die auch vom VMB intensiv beackert wird, derzeit vornehmlich um Rinderhaltung, Tierwohl und die Kommunikation um und über das Lebensmittel Milch.

Das Epizentrum der Diskussion, um das sich derzeit vor allem in Bayern in Sachen Rinderhaltung (fast) alles dreht, ist die Zukunft der Anbindehaltung. Der ganzjährigen Anbindehaltung wohlgemerkt, um die aktuelle Herausforderung konkret und korrekt zu definieren! Auch wenn die Milchviehhalter noch so glaubhaft versichern und darlegen können, dass das (Tier) Wohl und Wehe ihrer Milchkühe nicht ausschließlich an der Anbindehaltung festzumachen ist, ebenso wie Geld allein übrigens nicht glücklich macht: Diese vor allem in kleineren Betrieben seit der Domestizierung zum Hausrind lange praktizierte und gebräuchliche Haltungsform wird seitens "des Marktes", seitens Tierschutz-, Tierrechts- und Nichtregierungsorganisationen (NGO´s) aus deren Haustierperspektive und möglicherweise auch einmal politisch über entsprechende Gesetzesinitiativen früher oder später verschwinden (müssen). Dass dies im Sinne der betroffenen Milcherzeuger nicht von heute auf morgen gehen kann und darf, ist leider noch nicht allen verantwortlichen Erzeugervertretern vollumfänglich bewusst: Soll heißen, dass die derzeitige bayerische Verteidigungslinie kein Ausfluss von Ignoranz und Realitätsferne ist, sondern pure Verantwortung und das Ringen um Zeitgewinn für die zahlreichen betroffenen Betriebe, oftmals ohne Alternative zur Rinderhaltung, aber mit hoher Verantwortung auch für das Landschaftsbild ihrer Region. Die bayerischen Vertreter versuchen auch gegenüber Erzeugervertreter*innen außerhalb Bayerns, so auch beim Gespräch mit DBV-GS Krüsken, diese immense Brisanz darzulegen, wenn der derzeit erneut spürbaren Dynamik, mit Trend zur Diskriminierung, gegen die ganzjährige Anbindehaltung nicht geschlossen(er) begegnet wird.

Weitere Themen des Gespräches waren die geplante Initiative Tierwohl Rind, in der sich - wie an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet - auch VMB-Vorsitzender Wolfgang Scholz aktiv in die laufende bundesweite Arbeitsgruppe einbringt sowie die Weiterentwicklung von QM-Milch und die vom Lebensmitteleinzelhandel initiierte Haltungsformkennzeichnung.

 

VMB-Vorstand im Gespräch mit DBV-Generalsekretär Krüsken
Diskussion um die Zukunft der Milchviehhaltung und den Milchstandort Bayern: VMB-Vorsitzender Wolfgang Scholz (2. v. li.) mit DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken (re.) sowie BBV-Milchpräsident Günther Felßner (li.) und BBV-Generalsekretär Georg Wimmer (2. v. re.) in corona-korrekter Distanz, vor dem dann engen Meinungsaustausch.

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