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Neue Butterpreise - positiver Trend
(c)Przemyslaw Koch

Neue Butterpreise: Positiver Trend - mehr (noch) nicht

"The same procedure as every month", zu deutsch: Der monatliche Report über den Verlauf der Kontraktverhandlungen zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel für Deutsche Markenbutter und Eigenmarken des Handels. Ergebnis der achten Kontraktrunde im Jahr 2019: Die Molkereien konnten dem Vernehmen nach den Abgabepreis um 14 Cent pro kg anheben. Der Verbraucher merkt, zum heutigen Stichtag  6. September, allerdings noch nichts. Die Preise sind  unverändert. Aber das ist Zuständigkeit des Handels und für die Erzeugerseite weniger relevant.

Wie vom Verband der Milcherzeuger letzte Woche bereits beschrieben, haben die Preise für Butterfett in den letzten Wochen merklich angezogen. Dies betraf vor allem die Preise für freien Rahm, die sich deutlich gefestigt haben und auch die Notierungen für Blockbutter an der Kemptener Börse. Ob angesichts der jüngsten Entwicklungen am Markt noch mehr möglich gewesen wäre oder ob dies der Anfang einer positiven Preiswelle in den kommenden Monaten sein wird: Darüber lässt sich angesichts der vielen Unwägbarkeiten an den Märkten trefflich streiten oder auch spekulieren. Jetzt ist zur Kenntnis zu nehmen: Erstmals in diesem Jahr ist ein positiver Trend am Buttermarkt erkennbar, die Nachhaltigkeit muss sich erst zeigen.

Übrigens: Die in einigen Fachmedien seit zwei Tagen gemeldeten Preiserhöhungen für die Verbraucherseite kann der in Marktfragen meist bestens informierte Verband der Milcherzeuger nicht bestätigen. Nach wie vor liegt der 250-g-Ziegel für 1,29 Euro bei Aldi und Co. im Kühlregal.

Unverändert haben sich auch in dieser Woche wahre Preisschlachten bei abgepackter Markenbutter zwischen den Handelsketten abgespielt: Vor allem die irische Kerrygold liegt in der noch laufenden Woche bei verschiedenen Handelsketten als Aktionsware in den Kühlregalen. Am heftigsten "geworben"  wird dabei von der Edeka-Tochter Netto Marken-Discount, wo die 250-g-Packung für 1,29 Euro angeboten wird. Das ist exakt das Niveau des - nach VMB-Informationen - immer noch geltenden Einstandspreises für Handelsmarken. Auch Lidl versuchte mit "Frau Antjes Beste Butter" aus Holland mit 1,35 Euro/250 g zu punkten. Und auch die Mischfette wurden in die Aktionen einbezogen: Bei der Rewe-Tochter Penny lag die 250-g-Packung Kärgarden, vom europäischen Molkereikonzern Arla, für nur 1,27 Euro in den Regalen, provokative 2 Cent unter dem aktuellen Preis für Mischfette, z.B. Butter und Rapsöl, der Handelsmarken.

 

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