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Milchpreise Österreich Juni 2021

Blick ins Nachbarland
Vergangene Woche hat der VMB die durchschnittlichen Milchpreise für Juli 2021 veröffentlichen können: Bei 37,2 Cent/kg netto (plus 0,3 Cent zum Vormonat) liegt jetzt der Wert für konventionell (oGT) erzeugte Milch, bei 50,3 Cent/kg netto (gleichbleibend) für ökologisch/biologisch erzeugte Milch, jeweils auf der Basis von 4,2 Prozent Fett. Traditionsgemäß richtet sich ab und an der bayerische Blick über die südlichen Grenzen ins benachbarte Österreich und deren Milchpreisniveau.

Dort wurden Ende vergangenen Monats vom Agrarmarkt Austria (AMA) die Milchpreise für den Juni bekannt gegeben. Demnach haben die österreichischen Milchpreise für Juni 2021 weiter nach oben angezogen, allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die dortigen Molkereien und Käsereien bezahlten für GVO-frei erzeugte Milch (bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß) 38,71 Cent/kg netto. Das war ein minimaler Zuwachs um 0,07 Cent zum Vormonat Mai, aber um 2,20 Cent/kg mehr als im Juni 2020. Zur Erläuterung: Bei diesem Wert handelt es sich um einen umfassenden Milchpreis aller Qualitäten, also auch inklusive der gezahlten Bio- und Heumilchzuschläge. Derartige Durchschnittsmilchpreise sind hierzulande nicht üblich, ebenso die im Nachbarland häufig gewählte Ausweisung des Milchpreises inklusive der dort bezahlten 13 Prozent Umsatzsteuer.

Interessanter sind da schon die differenzierten Milchpreise: Für die konventionell erzeugte GVO-freie Milch wurden für Juni durchschnittlich 35,81 Cent/kg bezahlt. Zum Vergleich: Für Bayern hatte der VMB im Mai 2021 einen durchschnittlichen Wert von 36,9 Cent/kg ermittelt. Für Biomilch erhielten die österreichischen Milchbauern für den Mai 46,55 Cent/kg. In Bayern wurden für Mai bereits 50,3 Cent/kg ausbezahlt. Der Vollständigkeit halber sollen auch noch weitere Milchsorten erwähnt werden: 46,55 Cent/kg wurde im Durchschnitt für Heumilch, 50,75 Cent für Bio-Heumilch bezahlt, jeweils netto. Dabei ist erstaunlich, dass die konventionelle Milch (oGT) in Österreich leicht um 0,12 Cent hat zulegen können, die Biomilch leicht und die Heumilchen zum Teil sehr deutlich einbüßten. Gründe dafür wurden nicht genannt. Insgesamt dürfte aber auch im Nachbarland mit weiter anziehenden Milchpreisen zu rechnen sein, auch wenn diese, wie hierzulande mit den stark ansteigenden Betriebskosten bei weitem nicht Schritt halten können.

Aufschlussreich ist übrigens auch die Anlieferungskurve: Während in Deutschland und auch in Bayern seit Monaten von unter der Vorjahreslinie liegenden Anlieferungsmengen berichtet werden muss (oder darf?), war dies in Österreich Mitte des Jahres nicht zu erkennen: Im Monat Mai lag die dortige Anlieferungsmenge um 1,3 Prozent über der des Vorjahresmonats, dem Vernehmen nach, war dies trotz saisonalem Rückgang auch im Juni 2021 der Fall.

 

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