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Milchpreis Januar 2019: Verhaltender Jahresstart

Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von biologisch/ökologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet!). Die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter werden, aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben sechs Monate zeitversetzt, veröffentlicht.

Konventionelle Milch: Geringer Rückgang gegenüber dem Vormonat

Obwohl das Milchaufkommen in der Bundesrepublik Deutschland, wie auch in Europa, generell immer noch unter der Vorjahreslinie liegt, zeigte zum Jahreswechsel der Milchmarkt eine etwas unterschiedliche Entwicklung. Bereits schon seit Herbstbeginn hat der Milchfettabsatz bei Butter-Stückware wie auch bei Butter-Blockware eine deutlich rückläufige Tendenz angenommen. Am Ende des Weihnachtsgeschäftes offenbarte sich in ähnlicher Weise diese Tendenz auch bei einigen Käsesorten, so dass die Hersteller und Verarbeiter von Schnittkäse ebenfalls leichte Preisabschläge hinnehmen mussten. Dagegen konnte, konträr zu dieser Entwicklung, die Verwertung von Milchpulver merklich leichte Verbesserungen erzielen. Ungeachtet dieser eigentlich ausgeglichenen Marktstimmung, haben einige Molkereien in Bayern,wie auch im übrigen Bundesgebiet, Preiskorrekturen nach unten vorgenommen.

Der bayerische Durchschnittspreis von konventioneller Milch, beider Kategorien, hat dadurch einen Rückgang von 0,3 bzw. 0,6 Cent pro Kilogramm erfahren. Da die gegenwärtige Marktstimmung sich, je nach Ausrichtung der Marktpartner, mehr oder weniger optimistisch geprägt erweist, werden wahrscheinlich die Verhandlungsergebnisse des ersten Quartals 2019, größtenteils auf der Position des Monats Januar bleiben. Die derzeit freundliche Erholung der Märkte des globalen Bereichs, lässt sich noch nicht ganz auf dem kontinentalen Milchmarkt feststellen. Auch ist noch nicht absehbar, wie die Märkte auf den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union reagieren werden.

Bio-Milch: Markt hat sich gefestigt

Nach wie vor ist, im Gegensatz zur konventionellen Milch, das Anlieferungsverhalten der Bio-Milcherzeuger, im Vergleich zum Vorjahr, verhältnismäßig hoch. Die Werte der Milchmengenjahresbilanz in Bayern, wie auch in Deutschland, werden annährend zwanzig Prozent höher als im Vorjahr liegen. Aufgrund dieser Entwicklung ist es stellenweise für die Verarbeiter schwer, die komplette Bio-Milch auch marktkonform auf dem Milchmarkt unterzubringen, da zeitgleich zusätzlich ein erheblicher Konkurrenzdruck aus Österreich bzw. aus Dänemark auf den deutschen Milchmarkt entstanden ist. Diese beiden Länder besitzen ebenfalls ein hohes Potential an Bio-Milch. Da in Österreich der Bio-Milchanteil bei 20 Prozent der erzeugten Gesamtmilch liegt, ist ein noch nicht nachlassender Marktdruck vorhanden. Die aktuelle Kalkulation zeigt aber, dass sich zum Jahreswechsel das Preisniveau weitgehend festigen konnte.

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