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Milchpreis Bayern Mai 2020

Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! In den Milchpreis von Molkereien mit einem geänderten Umrechnungsfaktor, muss ein Prozent mehr eingerechnet werden). Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt. 

Konventionelle Milch: Bislang stärkster Preisrückgang
Im Monat Mai 2020 wurde der Milchmarkt bisher am stärksten von den Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie behindert. Obwohl bereits im Vormonat die Auswirkungen, aufgrund der Handelsbeschränkungen und den verminderten Absatzmöglichkeiten im Gastronomiegewerbe, erkennbar gewesen sind, haben die bayerischen Molkereien nun bei ihren aktuellen Milchauszahlungspreisen den höchsten Rückgang bekanntgegeben. Gegenüber dem Vormonat kann somit eine Absenkung der durchschnittlichen Auszahlungsleistung von 34,6 Cent auf 33,4 Cent festgestellt werden. Dies bedeutet eine Reduzierung von 1,2 Cent pro Kilogramm Milch bzw. von Minus 3,5 Prozent. Je nach Portfolio des milchverarbeitenden Unternehmens, ist die Verringerung von Molkerei zu Molkerei unterschiedlich hoch ausgefallen. Am stärksten haben Molkereien, welche einen hohen Prozentsatz ihrer Vermarktung im Export wie auch im Hotel- und Gastronomiegewerbe durchführen, ihren Milchpreis gekürzt.

Die Bandbreite der Rückgänge in den einzelnen Regionen Bayerns weist eine annährend gleiche Höhe wie der bayerische Gesamtdurchschnitt auf. Allerdings ist der Milchpreis von Schwaben, von einer leichten Reduzierung im Vormonat, nun im Monat Mai 2020 mit 1,3 Cent im Durchschnittswert am deutlichsten zurückgegangen. Während die Auszahlungsleistungen in Nieder- und Oberbayern bisher noch um 2 Zehntel Cent höher als der bayerischen Schnitt gewesen waren, haben sich nun auch hier die Milchpreise reduziert. Die Milchauszahlungspreise von Nordbayern liegen erneut 0,2 Cent unter dem bayerischen Durchschnitt. 

Da die bestehenden Hygienevorgaben im Monat Juni 2020 gelockert werden, gleichzeitig auch die  Aufhebungen der Grenzkontrollen begonnen haben und demzufolge aus den bekannten Mittelmeer-Regionen für die deutschen Urlauber zunehmend mehr Käseprodukte geordert werden, wird sich der Milchpreis im Monat Juni 2020, nach Beurteilung der gegenwärtigen Markttendenz, vermutlich nicht verändern. 

Bio-Milch: Milchpreis prinzipiell unverändert
Die Bio-Milchpreise in Bayern weisen weiterhin eine feste Basis auf. Obwohl rein rechnerisch im Monat April wie auch im Mai 2020 Preiskorrekturen vorgenommen wurden, kann allerdings in der Ausrichtung von einer festen Preistendenz gesprochen werden. Der Rückgang liegt mehr oder weniger daran, dass die Umstellung der Winter-Zuschläge auf Sommer-Zuschläge erfolgt ist und somit die errechneten Auszahlungsleistungen insgesamt nach unten korrigiert wurden. Auch entrichten einige Bio-Milchverarbeiter ihre Auszahlungsleistungen auf Basis der aggregierten bayerischen Milchpreise, so dass die Entwicklung der Absenkung zeitversetzt im Mai zu sehen ist. Die derzeitige Milchpreishöhe wird vom Beginn des zweiten Halbjahres 2020 vermutlich bis zum Beginn des vierten Quartals 2020 gleichbleiben. Tendenziell ist auf dem Bio-Milchmarkt eine feste Markttendenz zu erkennen. Im Gegensatz zu der konventionellen Milch, hat die Corona-Krise hier eine erhöhte Nachfrage der hiesigen Verbraucher bewirkt. Demzufolge wird der preisliche Rückgang, der im Herbst letzten Jahres erfolgte, nun infolge der Pandemiebeschränkungen durch Covid-19 erstaunlicherweise eigentlich wieder umgedreht. Die erhöhte Substanz der heimischen Nachfrager, ermöglicht dem Biosegment für das Kalenderjahr 2020 ein relativ festes Preisgefüge.

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