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Milchpreis Bayern März 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): Weiter in kleinen Schritten
Die Entwicklung auf dem Milchmarkt konnte in den letzten Monaten den Milcherzeugern durchaus Hoffnung auf weiter anziehende Erlöse machen. Die Vermarktung von Milcherzeugnissen weist größtenteils eine feste Substanz auf. Die inländische Nachfrage – auch wenn der Gastronomie- und Hotelbereich noch immer aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist – hat ein hohes, bis unter sehr hohes, Niveau erklommen. Gleichzeitig zeigt sich der Warenfluss der Milchprodukte im Außenhandel annähernd wieder auf seinem gewohnten Stand, bei einer zugleich schwindenden Milcherzeugungsmenge in Deutschland, wie auch in Europa. Also Marktparameter für ein gutes Potential einer Erlösausrichtung der Milchprodukte nach oben. Teilweise!

Da die Milchvermarktung in verschiedenen Kanälen verläuft, sind Preisaufschläge leider nicht immer unmittelbar umzusetzen. Die Spotmärkte verspürten den Aufwind relativ schnell. Ebenfalls konnten für den Export, vorzugsweise für den Drittlandbereich verbesserte Produktpreise ausgehandelt werden. Allerdings auf dem heimischen Markt werden prozentual große Mengen an Milchprodukten über den Lebensmitteleinzelhandel abgesetzt. Oftmals werden Verkaufspreise über einen mittelfristigen Zeitraum vertraglich festgelegt, so dass positive Markttendenz erst später, in neuen Kontaktgesprächen, umgesetzt werden können. Im zweiten Quartal 2021 werden nun einige Vertragsverhandlungen bei Käse, Butter und den Milchfrischprodukten erfolgen. Hier wird sich entscheiden, wie sich die Milchpreise weiter entwickeln.

Die Auszahlungen in Bayern haben sich daher im Monat März 2021 nur um rund 0,3 Cent auf 35,3 Cent pro Kilogramm Milch erhöht. Die Bandbreite zwischen in den einzelnen bayerischen Regionen erweist sich als fast gleich hoch wie in den vorangegangenen Monaten. Die Differenz zwischen den verschiedenen Gebieten beträgt dabei 0,4 Cent pro Kilogramm Milch. Ebenfalls ging in den einzelnen Erhebungsregionen der Anstieg gegenüber dem Vormonat beinahe in gleicher Höhe voran wie der Gesamtdurchschnitt.

In Nordbayern liegt der gewichtete durchschnittliche Milchpreis bei 35,1 Cent pro Kilogramm Milch und im Süden, das heißt in Nieder-/Oberbayern bei 35,5 Cent bzw. 35,3 Cent pro Kilogramm Milch in Schwaben. Im Monat März 2021 wurde erstmals in diesem Jahr ein höherer Durchschnittspreis in Bayern erzielt als vor einem Jahr, als die Corona-Pandemie Einzug in unsere Gesellschaft gehalten hat. Gegenwärtig gestaltet sich die Marktentwicklung für den Verkauf von Milchprodukten generell als sehr positiv, so dass durchaus noch weitere Preiserhöhungen erfolgen könnten. Wie stark ausgeprägt diese Preisschritte vorangehen werden, hängt hauptsächlich von den nächsten Verhandlungsergebnissen mit dem Lebensmitteleinzelhandel ab. Andererseits melden die internationalen Milchmärkte schon seit Jahresbeginn 2021 erste deutliche positive Veränderungen.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Weiter freundliche Entwicklung
Da Bio-Milch weiter auf dem Milchmarkt durch eine gute Konsumnachfrage sehr ansprechend vermarktet werden kann, konnten dementsprechend die Verwertungen ebenfalls steigen. Der positive Markttrend macht sich dabei auch in kleinen Sprüngen bei den Milchauszahlungspreisen bemerkbar. Ein Teil der bayerischen Molkereien, die ökologisch/biologische Milch verarbeiten, haben infolgedessen ihre Auszahlungen angepasst. Der bayerische Bio-Milchdurchschnittspreis hat sich im März 2021 um 0,2 Cent auf 49,9 Cent pro Kilogramm Milch erhöht. Wie sich die Bio-Milchpreise weiter entwickeln, wird nicht nur durch eine gute Nachfrage entschieden, sondern auch durch die angebotene Milchmenge. Im Gegensatz zur derzeitigen konventionellen Milchproduktion, mit Minuszahlen gegenüber den Vorjahresmengen, wird beim Bio-Milchaufkommen im Monat Januar 2021 eine Erhöhung um 3,6 Prozent gemeldet.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

 

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