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Milchpreisberechnung Bayern Juini 2019
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Milchpreis Bayern Juni 2019: Weiterer Rückgang

Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! In den Milchpreis von Molkereien mit einem geänderten Umrechnungsfaktor, muss ein Prozent mehr eingerechnet werden). Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Konventionelle Milch: Mehr als ein halbes Cent abermaliger Preisabschlag
Zum Ende des zweiten Halbjahres 2019 hat der Milchpreis im Monat Juni durchschnittlich nochmals einen halben Cent pro Kilogramm Milch gegenüber dem Vormonat verloren. Obwohl in den Milchstandardbereichen bei Käse, Frischprodukten, wie auch bei Milchpulver, eine überwiegende Stabilität zu beobachten gewesen ist, sind die Preise für Milchfett in monatlichen Schritten beharrlich zurückgegangen. Diese Konstellation ist hauptsächlich die Ursache für die zurückgehenden Erzeugerpreise des Monats Juni 2019. Dagegen befinden sich die Milchauszahlungspreise im Vergleich zum Vorjahresmonat auf einem weitestgehend gleichen Verwertungsniveau. Im konventionellen Bereich mit OGT-Fütterung liegt der bayerische Milchpreis im Monat Juni 2019 bei durchschnittlich 34,8 Cent. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 35,1 Cent pro Kilogramm Milch. Eine ähnliche Aussage kann auch für die rein konventionelle Milch gemacht werden. Dieser Milchauszahlungspreis erreichte heuer im Juni 2019 einen Wert von 33,7 Cent pro Kilogramm. Im Jahr zuvor erlangte er einen Wert von 34,0 Cent pro Kilogramm.

Die Halbjahrespreise der konventionellen Milch mit OGT-Fütterung haben sich von Januar bis Juni 2019, ab  Jahresstart bei über 36 Cent, auf knapp unter 35 Cent verringert. Damit erzielt der Milchpreis GVO im ersten Halbjahr 2019 einen Durchschnittswert in Höhe von 35,7 Cent. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, der eine analoge Entwicklung aufgewiesen hat, ergibt sich ein leichtes Minus. Das Halbjahresergebnis von 2018 lag bei 36,1 Cent pro Kilogramm Milch.

Im rein konventionellen Milchpreisbereich zeigen die Halbjahrespreise ein ähnliches Abstandsniveau. Diese erzielten, beginnend von etwas über 35 Cent am Anfang des Jahres, bis knapp 34 Cent Mitte des Jahres 2019, einen Mittelwert von 34,8 Cent pro Kilogramm Milch. Ebenfalls ergibt sich eine gleiche Differenz in Höhe von 0,4 Cent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, mit einem Milchpreisergebnis 2018 von 35,3 Cent.

Grundsätzlich rechnet die Milchbranche mit einer Verbesserung des Milchmarktes zum zweiten Halbjahr 2019. Die Milchmengen in Deutschland liegen weiter unter dem Vorjahr bzw. in der EU auf Vorjahresniveau. Damit könnte eine Festigung des Marktes eintreten und somit zum Herbst 2019 eine Milchpreisverbesserung erfolgen.

Bio-Milch: Preistendenz fast unverändert
Im Gegensatz zur konventionellen Milchpreisentwicklung errechnet sich für den Monat Juni 2019 ein zum Vormonat fast unveränderter Durchschnittspreis. Mit 47,4 Cent (-0,1 Cent zum Vormonat), zeigt sich ein gefügiger Rückgang. Die Bio-Milcherzeuger konnten 2019 einen Durchschnittswert von 48,0 Cent erzielen, während im vergleichbaren Zeitraum Januar bis Juni 2018, im Durchschnitt noch 50,9 Cent ausbezahlt wurde, das heißt gut zwei Cent mehr. Da, auf Bio-Milch bezogen, tendenziell immer noch ein hohes Erzeugungspotenzial besteht und die Absatzmöglichkeiten sich weiterhin nur moderat entwickeln, wird die Bio-Milchpreisentwicklung für das zweite Halbjahr 2019 auch weiterhin nur verhalten vorankommen.

Lesen Sie mehr in der Rubrik für die Milcherzeuger > Milch

 

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