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Milchpreis Bayern Januar 2021
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Milchpreis Bayern Januar 2021

Konventioneller Milchpreis: Hoffnungsvoller Beginn

Auch nach den aktuellsten Aussagen der Politik und den Virologen, wird uns im Jahr 2021 das Thema Corona-Pandemie immer noch lange beschäftigen. Manche hygienische Maßnahmen und gesellschaftlichen Einschränkungen werden nicht ohne Einfluss auf die Wirtschaft und somit auf die Märkte sein.

Trotz den noch weiterhin bestehenden Pandemie-Maßnahmen, mit zumeist massiven Einschränkungen in einigen Wirtschaftssektoren, auch im Außenhandel, zeichnet sich gegenwärtig weiter ab, dass die marktwirtschaftliche Position der Milchvermarktung sich dennoch festigen konnte. Die Geschäfte sind auch über den Jahreswechsel hinweg – bei sonst gedämpfter Absatzstimmung – freundlich auf hohem Verkaufsniveau verlaufen. Neben einem aufstrebenden Inlandsabsatz der Milchprodukte in allen Bereichen, konnten auch unvermindert gute Exportgeschäfte getätigt werden. Infolgedessen haben sich die Verkaufspreise zusehends verbessern können. Vor allem im Außenhandelsbereich ist die Verkaufshöhe deutlich angestiegen. Im Fahrwasser dieser Entwicklung konnten im Binnenmarkt bereits bei Milchpulver anziehende Verwertungen umgesetzt werden.

Da in Deutschland mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bei einigen wichtigen Milchprodukten noch Kontrakte bis teilweise Anfang des zweiten Quartals 2021 bestehen, können die Milchpreise bislang nur in kleineren Schritten ansteigen. Die Auszahlungsleistung der bayerischen Molkereien erhöhte sich, gegenüber dem Dezember 2020, im Monat Januar 2021 bei der konventionellen Milch mit Fütterungsbeschränkung (oGT) um gut 0,2 Cent pro Kilogramm Milch auf 34,7 Cent pro Kilogramm Milch. Damit liegt der Durchschnitt im Monat Januar 2021 fast wieder auf der Höhe des Vorjahresmonats. Im Januar 2020 errechnete der VMB einen Wert von 34,8 Cent pro Kilogramm.

Die Festigung des Milchmarktes offenbart sich auch in der Bandbreite der Auszahlungen in den verschiedenen bayerischen Regionen. Fast um den Mittelwert konzentrieren sich, sehr geschlossen, die Auszahlungsleistungen aller bayerischen milchverarbeitenden Unternehmen. Die Werte von Nordbayern befinden sich um 0,1 Cent unter, in Nieder- und Oberbayern direkt auf dem bayerischen Durchschnitt sowie in Schwaben um 0,1 Cent pro Kilogramm Milch darüber.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Vorsprung zum Vorjahr

Auch die Auszahlungsleistungen der bayerischen Molkereien mit ökologisch/biologischer Milchverarbeitung haben sich im Januar 2021 durchschnittlich um 0,2 Cent pro Kilogramm Milch erhöht. Der Absatz von Biomilchprodukten hat sich seit dem ersten Corona-Lockdown steigern können und hat fortan sein gutes Niveau beibehalten. Die in den letzten Jahren deutlich steigende Biomilchmenge, welche auch im Kalenderjahr 2019 zu leichteren Marktpreisen führte, hatte im Jahr 2020 keinen Einfluss auf die Erlöse mehr. Eher das Gegenteil ist der Fall! Es ist offensichtlich, dass wieder mehr Biomilch benötigt wird. Demzufolge liegt im Monat Januar 2021 der Bio-Milchpreis mit 49,6 Cent pro Kilogramm Milch um 0,3 Cent über den Vorjahreswert, im Gegensatz zur konventionellen Milch, die durch die Corona-Krise zur Jahresmitte 2020 Preisnachlässe erfahren musste. Die amtlichen Jahrespreise für das Jahr 2021 werden daher bei der Bio-Milch über und bei der konventionellen Milch unter den Werten des vergleichbaren Vorjahres liegen.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt.

 

 

 

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