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Milchpreis Bayern Januar 2020
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Milchpreis Bayern Januar 2020

Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! In den Milchpreis von Molkereien mit einem geänderten Umrechnungsfaktor, muss ein Prozent mehr eingerechnet werden). Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.
Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der  Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt.


Leichter Anstieg
Die Milchpreise in Bayern haben weiter an Wert zulegen können. Eine größere Anzahl von milchwirtschaftlichen Unternehmen passte zum Jahresübergang nochmals in kleinen Schritten ihr Milchauszahlungsniveau an. Demzufolge hat sich die oGT-Milch, im Vergleich zum Dezember 2019, nochmals leicht erhöhen können. Der Milchpreis der konventionellen oGT-Milch befindet sich bei einer Höhe 34,8 Cent pro Kilogramm Milch (Vormonat 34,6 Cent pro Kilogramm Milch), somit ergibt sich zum vergangenen Monat ein Abstand von 0,2 Cent pro Kilogramm Milch.


Bei der Betrachtung Auszahlungswerte der einzelnen Regierungsbezirke zeigt sich doch noch eine größere Bandbreite. In Nordbayern befindet sich die Durchschnittshöhe unter dem Bayerischen Mittelwert. Während in Nieder-/Oberbayern und Schwaben mit 35,1 bzw. 35,0 Cent der gewichtetete Mittelwert über dem von Bayern liegt.


Für die kommenden Monate bleibt die weitere Preisentwicklung mehr oder weniger spannend. Obwohl hinsichtlich Angebot und Nachfrage ein sehr ausgeglichenes Verhältnis der Marktkonstellation besteht, sind derzeit doch Marktschwankungen aufgrund politischer und seuchenrechtlicher Probleme zu erwarten. Dementsprechend könnte es bisweilen zu kurzzeitigen Verringerungen des Warenumsatzes kommen. Immerhin, auch wenn Quarantänemaßnahmen durch den Coronavirus, Handelseinschränkungen in einigen Exportstaaten mit sich bringen, ist beim Handel mit Milchprodukten eine Nachfragebelebung doch offensichtlich. Zeitgleich bleibt in Europa, wie auch in verschiedenen anderen starken Milch exportorientierten Ländern, das Milchaufkommen hinter den Werten der Vorjahre zurück. Ob und wann weitere Preisanpassungen auf dem heimischen Markt, wie auch im Außenhandel erfolgen werden, wird sich dann vermutlich zu Beginn des zweiten Quartals 2020 zeigen.

Bio-Milch: Weitgehende Stagnation
Während sich der Bio-Milchpreis noch vor dem Jahresende 2019 teilweise leicht verbessern konnte, ist zum Jahreswechsel eine Stagnation eingetreten. Bei fast allen Molkereien wurde der Milchauszahlungspreis nicht verändert, so dass der Bayerische Durchschnittsmilchpreis, im Vergleich zum Vormonat Dezember 2019 auf einer Höhe von 48,10 Cent pro Kilogramm Milch geblieben ist. Da im Bio-Milchsegment für die nächsten Monate zumeist noch Kontrakte mit dem Handel bestehen, ist zu erwarten, dass weitere Preissteigerungen nur im geringen Umfang stattfinden werden. Ebenfalls ist hier auch, wie im konventionellen Segment, abzuwarten, wie die Kontrakte bei den nächsten Gesprächsterminen ausgehandelt werden.


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