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Milchpreis Bayern Februar 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): Festerer Milchmarkt prägt den Milchpreis
Die Marktchancen für Milchprodukte weisen zunehmend eine festere Position auf. Der Handel mit Milcherzeugnissen zeigt sich im Inland wie auch für den Export weiter ansteigend, so dass in einzelnen Milchmarktsegmenten höhere Verkaufspreise erzielt werden konnten. Gegenwärtig offenbart sich diese Marktsituation vor allem bei den Milchpulverprodukten, das heißt bei Voll- und Magermilch, Molkenpulver sowie auch bei Milchfett. Bedauerlicherweise hat sich bei den anderen Milchstandardwaren diese Entwicklung noch nicht umgesetzt, da das Preisniveau größtenteils durch Kontrakte mittelfristig fest vereinbart ist. Demzufolge sind die Auszahlungsleistungen der hiesigen Molkereien, je nach ihrem Portfolio, unterschiedlich hoch angestiegen bzw. verharren noch dem Niveau wie zum Jahreswechsel.

Die Auszahlungen in Bayern erhöhten sich daher im Monat Februar 2021 um rund 0,3 Cent auf 35,0 Cent pro Kilogramm Milch. Die Bandbreite in den einzelnen bayerischen Regionen erweist sich als nahezu gleich hoch wie in den vorangegangenen Monaten. Die Differenz zwischen den verschiedenen Gebieten beträgt dabei 0,4 Cent pro Kilogramm Milch. In Nordbayern liegt der gewichtete durchschnittliche Milchpreis bei 34,8 Cent pro Kilogramm Milch und im Süden bei 35,2 Cent in Nieder-/Oberbayern bzw. 35,1 Cent pro Kilogramm Milch in Schwaben. Fast exakt vor einem Jahr wurde ein ähnlicher Durchschnittspreis in Bayern erzielt, bevor die Corona-Pandemie und die daraus entstandenen Hygienemaßnahmen, Einfluss auf die allgemeine Marktentwicklung genommen haben. Gegenwärtig gestaltet sich die Marktentwicklung für den Verkauf von Milchprodukten generell als sehr positiv, so dass durchaus noch weitere Preiserhöhungen erfolgen könnten. Wie stark ausgeprägt diese Preisschritte vorangehen werden, hängt hauptsächlich von den nächsten Verhandlungsergebnissen mit dem Lebensmitteleinzelhandel ab. Andererseits melden die internationalen Milchmärkte schon seit Jahresbeginn erste deutliche positive Veränderungen.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Angestiegene Position gefestigt
Die bayerischen Molkereien, die ökologisch/biologische Milch verarbeiten, haben bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020, ihre Auszahlungsleistungen stetig erhöht und sind vom Dezember 2020 in das neue Jahr 2021 mit einem Plus von 0,2 Cent gestartet. Dieser Wert wurde nochmals um 0,1 Cent verbessert, so dass nun der bayerische ökologisch/biologische Milchpreis bei einer Höhe von 49,7 Cent pro Kilogramm liegt. Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr die Vermarktung von Bioprodukten stark „gefördert“. Infolgedessen sind die Handelspreise sehr freundlich und könnten folglich – ähnlich wie aktuell im konventionellen Milchbereich – nochmals Erhöhungen erfahren. Fraglich ist auch hier, in welcher Größenordnung sich dies gegenüber dem Handel umsetzen lässt.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

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