Menü

News

123rf(c)SebnemRagiboglu

Milchpreis Bayern April 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): Ein etwas höherer Anstieg
Zu Beginn des zweiten Quartals des Jahres 2021 hat sich die Absatzlage auf dem Milchmarkt erneut verbessern können. Zwar wurden nicht bei allen Milchprodukten deutliche Preiserhöhungen erreicht, aber national wie auch international sind in den Produktbereichen Milchfett und Milcheiweiß, wie auch bei Molke Erlösverbesserungen umgesetzt worden. In diesen Segmenten haben auch die bayerischen Molkereien eine leicht ansteigende Verwertung erzielen können. Im Großen und Ganzen haben deshalb fast alle bayerischen Milchverarbeiter ihr Milchpreisniveau für den Monat April 2021 in einem kleineren Rahmen anpassen können.

Der Auszahlungspreis im April 2021 liegt nun auf einer Höhe von fast 36 Cent. Dies bedeutet einen Anstieg von 0,6 Cent pro Kilogramm Milch. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist der Preissprung etwas deutlicher ausgefallen, als in den zurückliegenden Monaten. Dort wurden nur Erhöhungen von 0,3 Cent pro Kilogramm Milch erreicht.

Aufgeteilt nach den einzelnen bayerischen Regionen, liegt die Spanne der Auszahlungsleistungen relativ nah beieinander. Während in Nordbayern durchschnittlich nur ein Milchpreis von 35,6 Cent erzielt werden konnte, befindet sich der Milchpreis des Regierungsbezirks Schwaben mit 36,1 Cent ganz vorne in der Platzierung. Der Mittelwert von Nieder-/Oberbayern konnte eine Höhe von 35,9 Cent pro Kilogramm Milch erreichen. Die Entwicklung der Preisanpassung ist, zu Beginn des zweiten Quartals 2021, in den verschiedenen bayerischen Gebieten unterschiedlich hoch vorangeschritten. Während Schwaben mit einem Preisanstieg von 0,8 Cent den Spitzenplatz eingenommen hat, sind dagegen die Preiserhöhungen in Nord- bzw. Nieder/-Oberbayern etwas gemäßigter. Nordbayern erzielte ein Plus von 0,5 Cent und Nieder-/Oberbayern ein Plus von 0,4 Cent pro Kilogramm Milch gegenüber dem Vormonat.

Tendenziell kann auch für den Monat Mai 2021 erwartet werden, dass eine leichte Milchpreiserhöhung stattfinden wird. Allerdings ist dabei fraglich, ob die gleiche Größenordnung erzielt werden kann, wie im Monat April, da entscheidende Preisgespräche für wichtige Milchstandardprodukte, wie zum Beispiel für die Frischmilch sowie für Käse noch nicht stattgefunden haben. Somit kann der preisliche Einfluss auf das Gesamtmilchpreisgefüge gegenwärtig noch nicht eingeschätzt werden. Sollten die Preisgespräche für das zweite Halbjahr 2021 doch vorteilhaft ausgehen, könnte annährend der gleiche Milchpreisanstieg zur Mitte des Jahres 2021 erfolgen.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Rückgang durch Saisonabschläge
Prinzipiell sind die Bio-Milchpreise, ähnlich wie im konventionellen Bereich, im Monat April 2021 angestiegen. Die meisten Molkereien haben ihre Milchpreise, mitunter teilweise auch deutlich, erhöht. Da mit Beginn des Sommers die Bio-Milch verarbeitenden Unternehmen, aufgrund des etwas stärker ausgeprägten saisonalen Anstiegs der Bio-Milchanlieferung, Saisonabschläge in ihr Bezahlungssystem eingerichtet haben, kann der Auszahlungstrend des April-Milchpreises nicht eindeutig bewertet werden. Berücksichtigt man allerdings die Saisonabschläge rechnerisch, zeigt sich bei der Bio-Milch ebenso im Preisanstieg ein kleines Plus. Da weiterhin, vielleicht auch aufgrund der Corona-Pandemie, ein erhöhter Zuspruch der Verbraucher generell bei den Bio-Produkten vorhanden ist, kann davon ausgegangen werden, dass auch in den kommenden Monaten das feste Preisniveau bestehen bleibt. Infolgedessen wird auch der Trend eines Bio-Milchpreises über der „50-Cent-Linie“ weiterhin fortbestehen.

Lesen Sie mehr in der Rubrik für die Milcherzeuger > Milchpreise

Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern