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Milchmarktbericht

Das Milcherzeugungsniveau in Deutschland bleibt dem jahreszeitlichen Trend treu und liegt deutlich unter der Vorjahreslinie. Allmählich befindet sich der Verkauf von Milchprodukten in der gewohnten herbstlichen Stimmung, so dass die Nachfrage nach Butter, Käse, aber auch nach den Milchfrischprodukten freundlich vorangeht. Zeitgleich konnten auch die Exportgeschäfte ihre gute Absatzhöhe beibehalten. Infolge dieser Marktfaktoren lassen sich gegenwärtig feste Preise erzielen. Die Geschäfte im Pulversegment verfügen wieder über einen ansprechenden Verkaufstrend, wenngleich sich noch immer die Pulverpreise nur leicht verbessern konnten.

Milchfett: Unterschiedliche Verwertungen
Die Verkaufsmengen von Milchfett bestätigen die herbstliche Geschäftsentwicklung. Im Butter-Stückwarenbereich werden weiterhin gute Mengen abgerufen. Ebenfalls gewinnt auch Blockbutter an Interesse bei den Abnehmern. Der Handel mit Rahm, insofern ausreichend Ware vorhanden ist, schreitet weiter gut voran. Aufgrund dieser Marktsituation ist die Erlösseite etwas differenzierter geworden. Während bei Butter-Stückware noch feste Kontrakte mit dem Lebensmitteleinzelhandel bestehen, ziehen allmählich die Erlöse bei der Blockware an und weisen einen deutlichen positiven Abstand gegenüber der Stückwarenpreise auf. Rahm wird ebenfalls auf einem hohen Preisniveau gehandelt.

Hartkäse: Gute Verkaufsbasis
Der Verkauf von Hartkäse Allgäuer Markenqualität offenbart immer noch ein niedriges Niveau, da durch die Corona-Pandemie die bekannten Volksfeste ausgefallen sind. Im Viereckhartkäsesegment und bei Emmentaler bleiben im Inland die Absätze dagegen weiterhin ansprechend. Vor allem von den Weiterverarbeitern werden derzeit gute Mengen geordert, die verpackt in 400-gr-Scheiben oder Stiftelware angeboten werden. Die Geschäfte im Ausland sind auf dem Stand der Vorwoche geblieben. Angesicht dieser Marktkonstellation konnten sich die Preise überwiegend halten, allerdings werden von den Hartkäse-Verarbeitern bei künftigen Kontrakten höhere Konditionen gefordert.

Schnittkäse: Zufriedenstellendes Verkaufsniveau
Nachdem nun auch in Süddeutschland die Ferienzeit zu Ende ist, sind Mitte September die Verkaufszahlen, entsprechend dem Grundbedarf der Verbraucher, angestiegen. Im Lebensmitteleinzelhandel werden demzufolge rege Edamer, Gouda und die sonstigen Schnittkäse-Spezialitäten eingekauft. Da gleichzeitig auch wieder die Gastronomie und die Hotels fast in vollem Umfang geöffnet wurden, sind auch von diesem Geschäftssegment im Großhandel gute Absätze möglich. Obwohl gegenwärtig in Deutschland eine niedrige Milcherfassung stattfindet, zugleich Schnittkäse gut abgesetzt werden kann und die Bestandssituation von Schnittkäse der Marktlage sich als sehr angepasst präsentiert, lassen sich dennoch nicht markante Preisverbesserungen für die Produzenten feststellen.

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