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Milchmarktbericht KW 6
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Milchmarktbericht

Vielversprechendes Potenzial
Die außergewöhnliche Kältewelle hat die Physiologie der Milchkühe und somit auch Milcherzeugung in Deutschland, teilweise auch in Europa, beeinflusst. Infolgedessen hat sich die Milchanlieferungsmenge fast nicht verändert. Markant bleiben weiterhin die negativen Abstände gegenüber den Vorjahresmengen. Die noch bestehenden Pandemie-Maßnahmen, mit den entsprechenden gesellschaftlichen Einschränkungen, erzeugen immer noch ein starkes Kaufinteresse im Lebensmitteleinzelhandel. Deshalb werden hier neben Milchfrischprodukten auch Käse und Butter ebenfalls rege geordert. Die unzulängliche Absatzsituation im Großhandel, aufgrund des geringen Abrufs aus dem Hotel- und Gastronomiegewerbe, kann zusehends durch das hohe Absatzniveau des Lebensmitteleinzelhandels kompensiert werden. Die Milchproduktpreise erweisen sich durch noch bestehende Kontrakte als fest. Angesichts deutlicher Marktbelebungen, auch international, werden die neuen Preisverhandlungen interessant. Ein Potenzial für Verbesserungen ist gegeben!. Das Milchpulversegment erreicht ebenfalls eine ansteigende Tendenz, hinsichtlich der Absatzmengen und auch des Preisgefüges.

Milchfett: Abstände werden immer größer
Die Vermarktung von Milchfett bleibt weiterhin sehr freundlich und kann auch im Monat Februar eine aufstrebende Entwicklung erlangen. Obwohl die deutsche Anlieferungsmilch, jahreszeitlich betrachtet, einen relativ hohen Milchfettanteil aufweist, offenbart sich bei Milchfett dennoch das Marktgefüge als relativ ausgeglichen. Folglich erhöhen sich, vor allem erkennbar auf dem Spotmarkt, die Rahmpreise. Die Blockbutter kann, entsprechend diesem Trend, allmählich durchschnittlich deutlich höher vermarktet werden, als die geformte Ware, da hier noch kontrahierte Handelspreise vereinbart sind. Da die Verbraucher, Corona-bedingt viel in den eigenen Räumen verzehren, konnte sich der Absatz von Sahne und ähnlichen Produkten erhöhen. Dies unterstützt ebenfalls die feste Marktentwicklung. Bleibt dieser Vermarktungstrend weiter bestehen, wird bei geformter Butter-Stückware im Lebensmitteleinzelhandel mit erhöhten Handelspreisen zu rechnen sein.

Hartkäse: Ansprechende Verkaufsmengen
Mit der beginnenden Fastenzeit werden bekanntlich weniger Fleischprodukte konsumiert. Einen entsprechenden Ersatz findet der Verbraucher im Verzehr von Käseprodukten. Die Vermarktung von Hartkäse hat diesbezüglich auch ein leichtes Nachfragesignal erhalten und somit kann Hartkäse vor allem im Inland gut vermarktet werden. Die Exportgeschäfte verlaufen eher in ruhigeren Bahnen. Der deutsche Hartkäsemarkt wird im Wesentlichen von der Nachfrage nach Allgäuer Emmentaler über den Absatz im Lebensmitteleinzelhandel beherrscht. Das Preisgefüge bleibt, trotz der bestehenden schwankenden Exportmengen, auf einem unveränderten Niveau.

Schnittkäse: Gute Verkaufsbasis
Der Handelsumfang von Schnittkäse zeigt sich, im Vergleich zu den anderen Käsesorten, weiterhin als sehr ausgeprägt. Die Schnittkäsemengen können zügig am Markt abgesetzt werden, so dass die Bestandssituation inzwischen sich als sehr ausgeglichen erweist. Neben einem, für die verschiedenen Schnittkäsesorten, erfreulichem Vermarktungspotenzial im Inland, lässt sich auch ein gutes Handelsvolumen über die Landesgrenzen hinaus, feststellen. Obwohl ein gutes Absatzniveau bei Schnittkäse vorhanden ist, hat sich in den letzten Wochen preislich wenig Bewegungsspielraum gezeigt. Mittlerweile ist erkennbar, dass Schnittkäse vor allem im unteren Notierungsbereich aber auch die Handelspreise für den Export etwas Bewegung nach oben erhalten haben.

 

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