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Milchmarktbericht KW 2
123rf(c)Luca Bertolli

Milchmarktbericht

Zufriedenstellender Jahresstart
Das Milcherzeugungsniveau in Deutschland zeigt auch im neuen Jahr einen eher verhaltenden Trend. Trotz einem saisonalen Anstieg liegt das Milchaufkommen, wie bereits in den vergangenen Monaten, unter dem Vorjahresniveau. Der Verkauf der Milchprodukte hat sich zum Jahreswechsel, im Gegensatz zu den vergangen Jahren, infolge der Kontaktauflagen durch die Corona-Pandemie, als gleichbleibend erwiesen. Daher kann, unter Berücksichtigung des Feiertages in Süddeutschland, die Nachfrage nach Butter, Milchfrischprodukten wie auch nach Käse als zufriedenstellend eingestuft werden. Die Exportgeschäfte weisen, vor allem bei Käse, inzwischen auch wieder eine ansprechende Größenordnung auf. Der Handelsumfang von Milchpulver konnte gleichfalls erneut eine gute Höhe erreichen und zeigt die gleiche Preisfestigung, wie die anderen Milchprodukte.

Butter: Feste Verkaufstendenz
Im Gegensatz zu den zurückliegenden Jahren, wird bei der Betrachtung der Absatzmengen der Butter-Stückware in der Neujahrs- wie auch in der Dreikönigswoche deutlich, dass durch die bestehenden gesellschaftlichen und hygienischen Corona-Maßnahmen, das Kaufinteresse der Privathaushalte nicht wie sonst üblich eingebrochen ist. Die Absatzmengen sind für die Jahreszeit auf einem konstant guten Niveau und zeigen so den freundlichen Zuspruch der Verbraucher. Nachdem der verarbeitenden Industrie noch keine fixen Termine für die zukünftigen Saisongeschäfte bekannt sind, ist hier der Handel etwas zurückgegangen. Nach wie vor auf einem erfreulichen Niveau zeigt sich die Vermarktung von Sahne und Rahm. Die gute Nachfrage bewirkt bei diesen Milchprodukten auch eine preislich feste Komponente, die aber nicht ganz der Vermarktungsentwicklung der geformten Markenbutter entspricht. Das Preisniveau ist allgemein als fest einzustufen. Im Stückwarenbereich wurden aber die Erlöse, aufgrund der Kontraktgespräche mit dem Lebensmitteleinzelhandel, für die kommenden Monate deutlich reduziert. Die Verkaufspreise befinden sich infolgedessen auf gleicher Höhe wie die im Blockbutterbereich. Erfreulich sind daher allerdings die Auslandsgeschäfte, bei denen im Blockbereich bessere Erlöse möglich sind, als im Inland.

Hartkäse: Freundlicher Geschäftsverlauf
Die Absatzmengen von Hartkäse zeigen, ähnlich wie in den anderen Milchproduktsegmenten, den Einfluss der politischen Corona-Maßnahmen. Erkennbar ist auch hier ein weiterhin guter und reger Absatz im Lebensmitteleinzelhandel. Bei den 400-Gramm-Stücken bzw. auch bei den Hartkäsescheiben ist der Lebensmitteleinzelhandel zu einem verlässlichen Absatzpartner geworden. Im Bereich der weiterverarbeitenden Industrie wird gegenwärtig etwas weniger Allgäuer Emmentaler Qualität Rund- wie Viereckware geordert. Diese Marktsituation offenbart einen ähnlichen Trend, wie die derzeitigen ruhigeren Absatzmöglichkeiten von Hartkäse über den Großhandel. Die Vermarktungsausrichtung befindet sich allerdings auf einer ausgeglichenen Basis, so dass das Preisgefüge, im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen, sich nicht verändert hat. Die Absatzmöglichkeiten im Ausland sind etwas geringer ausgefallen, werden aber vermutlich, wenn wieder normale Verkaufswochen anstehen, das Niveau des Vorjahres erreichen können.

Schnittkäse: Weiterhin hohes Verkaufsniveau
Schnittkäse bleibt generell ein „Verkaufsschlager“. Alle Schnittkäsesorten, wie Edamer, Gouda und die Spezialitäten sind, auch infolge der gegenwärtig gesellschaftlichen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen, hoch in der Verbrauchergunst. Vor allem im Lebensmitteleinzelhandel wurden durch die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage nicht weniger Mengen nachgefragt. Der zügige Bedarf der Privathaushalte beschert dem LEH ein gutes Absatzniveau. Außerdem konnten für den Export gleich zu Jahresbeginn erfreuliche Mengen abgesetzt werden, so dass hinsichtlich des Preisgefüges die Konditionen auf einer festen Basis verharren. Angesichts der sehr ausgeglichenen Marktkonstellation können von Seiten der Hersteller durchaus neue Vertragsverhandlungen geführt werden, allerdings sollte dabei die Absatzentwicklung kommenden zwei, drei Wochen ins Auge gefasst werden.

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