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Milchmarktbericht

Entspannte Ferienstimmung
Das Milcherzeugungsniveau in Deutschland bleibt in der Entwicklung jahrzeitlich rückläufig geprägt. Der zurückgehende Trend der Milchanlieferung ist auch Ende Juni 2020 zu erkennen, jedoch befindet sich die angelieferte Milchmenge noch über der Vorjahreslinie. Der Verkauf der Milchprodukte präsentiert sich, sommerlich bzw. ferienzeitlich bedingt, leicht verhalten. Die Nachfrage nach Käse, Milchfrischprodukten aber auch nach Milcherzeugnissen im Milchfettbereich sind gegenüber der Vorwoche etwas schwächer geworden. Dennoch erweist sich die Preisentwicklung als etwas gefestigter und zeigt vor allem bei Milchfett mögliche Verbesserungen an. Der Jahreszeit entsprechend, werden die Geschäfte mit Milchpulver leicht von den Sommerferien beeinflusst. Demzufolge offenbart sich der Verkauf im Milchpulverbereich als niedriger, allerdings bei festen Erlösen.

Butter: Zufrieden stellender Absatz
Der Umfang des Handelsvolumens von Milchfett kann insgesamt als sehr freundlich eingestuft werden. Die gehandelten Mengen befinden sich auf einem guten Niveau, jedoch unterscheidet sich das Kaufinteresse bei Stück- und Blockware wieder etwas gegenüber der Vorwoche. Ist es bereits die Ferienzeit und der steigende Tourismus in Ausland, die den Absatz von Markenbutter in Stückform reduziert haben? Umgekehrt dazu hat aber zeitgleich der Handelsumfang von Markenbutter in Blockform wieder zugenommen. Die sehr warmen Temperaturen führen gleichzeitig einen erhöhten Bedarf an Rahm zur Eiskremproduktion herbei. Obwohl seit "Johanni" die Spargelsaison beendet ist, werden dennoch für die Früchtesaison weitere Rahmmengen benötigt. Das Preisniveau hat sich demzufolge bei Rahm- und Sahne weiter stabilisiert und trägt somit auch zur Preisfestigung bei Butter bei.

Hartkäse: Marktverlauf ohne Impulse
Das eher süddeutsch geprägte Emmentaler-Hartkäsegeschäft hat ebenfalls eine leicht sommerliche Ruheposition eingenommen. Bei Rundlaiben als auch bei der Blockware in Allgäuer Emmentaler Qualität, sind die Umsätze im Großhandel, jahreszeitlich betrachtet, ohne große Ausschläge. Auch im Bereich des Discounterabsatzes hat das Handelsvolumen nur eine normale Position eingenommen. Die Exportmöglichkeiten sind zwar derzeit wieder etwas ausgedehnter geworden, weisen aber hinsichtlich der Mengen noch keine großen Impulse auf. Dennoch bleiben die Verkaufspreise wie in den Vorwochen auf gleicher Höhe bestehen.

Schnittkäse: Freundlicher Bedarf – Preise im Kreuzfeuer
Trotz den zum Teil noch bestehenden Pandemie-Beschränkungen sind angesichts der Jahreszeit, die Vermarktungsmöglichkeiten von Schnittkäse zusehends angestiegen. Der Verkauf im Lebensmitteleinzelhandel wie auch die Möglichkeiten, Schnittkäse im Großhandel abzusetzen, offenbaren sich derzeit als freundlich. Die Exportgeschäfte haben ebenso wieder eine verbesserte Höhe einnehmen können, da die Hoffnung in vielen südlichen Urlaubsregionen besteht, dass deutsche Urlauber, trotz den Einschränkungen, ihre Sommerferien dort verbringen werden. Obwohl die Vermarktungsmöglichkeiten sich ausgeweitet haben, erweisen sich die Preise, vor allem bei Schnittkäse, in ihrer Substanz noch als etwas verhalten und offenbaren teilweise auch das eine oder andere preisliche Zugeständnis auf.

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