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Milchmarktbericht KW 12
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Milchmarktbericht

Hin- und hergerissen!

Die Entwicklung der Milcherzeugung in Deutschland verhält sich ähnlich wie der Marktverlauf bei den Milchprodukten. Nach einem kurzeitigen Anstieg, hat nun die laufende Milchproduktion eine kurze Pause eingelegt und stagniert auf dem Niveau der Vorwoche. Dessen ungeachtet liegt die aktuelle Erzeugungshöhe zwischen den Werten von 2018 und 2019. Der Milchmarkt zeigt, durch die unvermeidlichen pandemischen Auflagen aufgrund des Corona-Virus, eine sehr gespaltene Stimmung. Der heimische Milchmarkt geht, durch ein hohes Kaufinteresse bei Frischprodukten wie auch bei länger haltbaren Milchprodukten des täglichen Bedarfs, flott voran. Die Ausfuhren im Käsesegment haben sich zum Teil wieder etwas erhöht, allerdings leidet vor allem der Milchpulversektor noch unter den bestehenden Handelsbeschränkungen und einer weitgehend fast lahmgelegten Güterbeförderung. Die Versorgungsängste der Bevölkerung führen im Inland teilweise immer noch zu Hamsterkäufen, obwohl meistens die Nachschubversorgung inzwischen gut funktioniert und stets ausreichende Mengen zur Verfügung stehen. Die Preise befinden sich zumeist auf einer festen Basis, da sie größtenteils noch für den kommenden Monat fest kontrahiert worden sind. Etwas unangemessen sind daher die Rabattschlachten des Einzelhandels, der in der jetzigen Phase eigentlich den Fokus auf die Versorgungssicherung legen sollte.

Butter: Hohes Verkaufsniveau bei Stückware
Die georderten Mengen der aktuellen Berichtswoche zeigen, dass nach wie vor die Verbraucher, aus Angst vor möglichen Versorgungsengpässen, hohe Mengen von geformter Markenbutter gekauft haben. Konträr dazu ist der Absatz von Butter-Blockware markant zurückgegangen und weist gegenüber dem Handelsumfang der vergangenen Wochen nur noch eine unbedeutende Verkaufsmenge auf. Neben dem relativ freundlichen Absatz von Butter-Stückware, werden auch weiterhin Rahm und Sahne gut disponiert. Die Rahmpreise haben etwas angezogen, welche in der Verwertungshöhe denen der Blockware ähnlich sind. Dagegen befinden sich die Erlöse von Markenbutter, aufgrund der bestehenden Kontrakte, noch auf einer unverändert niedrigen Position.

Hartkäse: Normaler konstanter Absatz
Die abgerufenen Hartkäsemengen präsentieren sich für die Jahreszeit auf einem normalen Niveau. Obwohl tendenziell derzeit durch die Corona-Krise Käseprodukte eigentlich fester nachgefragt werden, ist in der Berichtswoche die Abruffrequenz bei Hartkäse auf einer gewohnten Höhe geblieben. Deshalb gehen in diesem Segment Allgäuer Rundlaibe, Viereckware sowie Blockware nur normal in den Markt. Der Export erfolgt ähnlich verhalten wie der Verkauf im Inland. Infolgedessen befindet sich das Preisniveau auf einen festen Stand.

Schnittkäse: Hoher Handelsumfang
Die Verkaufsmengen von Schnittkäse zeigen den Trend der Versorgungsängste der Verbraucher. Edamer und Gouda werden überwiegend gut geordert. Die Produktion von Schnittkäse wurde entsprechend dieser Ausgangssituation weiter ausgedehnt. Das Angebot erweist sich ausgeglichen, so dass in diesem Bereich die Preise der Vorwochen umgesetzt worden sind. Die Exportgeschäfte verlaufen, wie zu erwarten war, weiterhin über den Brenner ausgesprochen ruhig. In andere EU-Staaten bzw. in die Drittländer konnten aber etwas mehr Schnittkäsemengen abgesetzt werden. Auch die Exportpreise haben sich weitestgehend nicht verändert.

 

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