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LTO Juli
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LTO Milchpreis Juli 2019

Der niederländische Bauernverband LTO ermittelt, in Zusammenarbeit mit Zuivel NL und der EDF (European Dairy Farmers), einen Gesamtmilchpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen. Zusätzlich werden von den Molkereileistungen Einzelauswertungen errechnet.
Nach Auswertungen des niederländischen Bauernverbandes LTO erreichte der durchschnittliche Wert, der in Europa größten Milchverarbeiter, im Juli 2019, einen ganz leichten Anstieg gegenüber dem vorangegangenen Monat. Der errechnete Durchschnittsmilchpreis in Europa beträgt 33,33 Cent pro Kilogramm Milch. Somit erhöhte sich dieser um 0,13 Cent. (Die aufgeführten Milchpreise gelten für Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof, bei einer durchschnittlichen Erzeugungsmenge 500.000 kg pro Betrieb).

Milchpreis leicht gefestigt

Die negative Milchpreisbewegung scheint für dieses Jahr bei den aufgelisteten LTO-Molkereien gestoppt zu sein. Bereits mit dem Junimilchpreis hatte sich die Talsohle gebildet. Der Abstand zum Vormonat ist nur noch minimal, untermauert aber dennoch deutlich das Signal einer leichten Erhöhung. Obwohl der Durchschnittswert anstieg, haben leider noch nicht alle Molkereien diesem Trend folgen können. Teilweise wird – so die LTO – der Aufschwung auf die saisonalen Schwankungen zurückgeführt. In den Sommermonaten Juli bis September wird in der Regel von den französischen milchverarbeitenden Unternehmen, im Jahresvergleich, meist immer der höchste  Milchpreis ausbezahlt. Der Milchpreis von Saputo Dairy UK ist aufgrund einer saisonalen Prämie im Juli gestiegen und Valio entrichtete einen verbesserten Nachhaltigkeitsbonus im Juli. Die irischen Milchverwerter sowie FrieslandCampina und Müller senkten im Juli nochmals ihren Milchpreis. Unverändert blieben Milcobel, Granarolo sowie die DMK und die Hochwald eG.
Auch wenn das Stimmungsbild der Milcherzeugerpreise der Molkereien noch etwas differenziert zu wirken scheint, wird die Preisausrichtung weiter ansteigen. Allerdings sind die Prognosen hierfür zwar positiv, aber leider noch ohne großartige Impulskraft von Seiten der Marktentwicklung für Milchprodukte. Die Handelspreise sind derzeit stabil mit geringer fester Tendenz. Die Aussagen der Molkereien für die kommenden Monate sind im Preisgefüge seitwärts bestimmt.

Die Entwicklung des Milchpreises in den USA steht im Widerspruch zu der in Europa. In US-Dollar ausgedrückt ist der Milchpreis der Class III seit Januar 2019 um 27 Prozent gestiegen, davon um 8 Prozent im Juli. Der Milchpreis der Class III ist im Juli der höchste seit Ende 2014. Der Impuls ist auf den regen Anstieg der Preise für Cheddar zurückzuführen. Mit einem geringeren Umfang fiel der Preisanstieg bei der neuseeländischen Fonterra aus. Trotz derzeit negativer Nachrichten über das Unternehmen hinsichtlich der Gewinnentwicklung, erhielten die Milcherzeuger 29,31 Cent/kg Milch  bzw. ein halbes Cent mehr Milchgeld ausbezahlt. Nachdem die globalen Milchmärkte ebenfalls meist unveränderte Verkaufserlöse erzielen, wird sich die Milchpreisbewegung auch weiterhin eher gleichbleibend entwickeln.

 

LTO Juli
LTO-Milchpreis Juli 2019
LTO-Milchpreis Juli
LTO-Milchpreis Juli 2019 Durchschnitt 13-18
LTO-Milchpreis Juli

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