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KAUFLAND-Butter: Geht´s noch? Geht´s noch billiger?
(c) VMB

KAUFLAND-Butter: Geht´s noch? Geht´s noch billiger?

Butter ist und bleibt einer der Lieblings-Ramsch-Artikel des deutschen Lebensmitteleinzelhandels für den Bereich Molkereiprodukte: Woche für Woche haben fast alle Lebensmittelhändler ein streichfähiges Produkt "im Angebot", mit dem zwar kein Geld verdient wird, aber die preissensiblen Kunden zumindest schon mal in den eigenen Laden gelockt werden sollen. Deswegen auch der Name "Lockvogelangebot" für die Verbilligung vor allem von Standardprodukten des täglichen Bedarfs, die zudem als befristet lagerfähiges Lebensmittel einer bestimmten Einkaufsfrequenz unterliegen.

Der VMB wiederholt an dieser Stelle gerne, dass "im Angebot" befindliche Produkte seit ehedem zur freien Marktwirtschaft im Allgemeinen und zur Verkaufsförderung im Besonderen gehören. Die Kritik entzündet sich aber immer wieder und immer mehr am Ausmaß der Preisreduktion. Diese halten zwar die Vorgaben des "Verbotes des Verkaufs unter Einstandspreis" gerade noch ein, drücken aber die moralisch-ethische Schmerzgrenze immer weiter nach unten.

In der aktuellen Woche besonders verhaltensauffällig dabei KAUFLAND aus der LIDL/Schwarz-Gruppe, die seit gestrigen Donnerstag für die Dauer einer ganzen Woche Deutsche Markenbutter ihrer Eigenmarke "K-classic" für nur 0,97 Euro/250 g anbieten. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass gerade im abgelaufenen Jahr,  das "Verbilligen der eigenen Billigmarke" bei den Lebensmittelhändlern fröhliche Urständ feiert. Im konkreten Fall wird das aktuelle Preisniveau der Butter, Eigenmarke des Handels von derzeit 1,34 Euro/kg nochmals um fast ein Drittel abgesenkt und unterschreitet zusätzlich die Schmerzgrenze von 1 Euro. Freizusprechen bei solchen Aktionen sind übrigens die zuliefernden Molkereien - im Verkaufsgebiet Südbayern bei KAUFLAND eine bekannte bayerische Genossenschaft: Diese haben nur zu liefern, die Aktionspreisgestaltung liegt ausschließlich beim Handel!

KAUFLAND, das übrigens zu Beginn des Jahres noch eine Auszeichnung für "exzellente Nachhaltigkeit" erhalten hat, ist aber diese Woche nicht der einzige Händler, der bei Butter sehr preisaggressiv um Kunden wirbt: Auch NETTO lässt es am morgigen Samstag mit Butter von Frau Antje (aus den Niederlanden) mit einem niedrigen Tagesaktionspreis richtig krachen: Die 1,06 Euro/250 g liegen zwar über der Schmerzgrenze von 1 Euro, sind aber moralisch ebenso verwerflich und zu verurteilen. Auch der um 36 Prozent herabgesetzte Wochenpreis von Kerrygold, der original irischen Butter, auf 1,34 Euro/250 g bei REWE, exakt auf das Preisniveau des aktuellen Preisniveaus der "Discountbutter“, verfolgt nicht nur hehre Absichten. 

 

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