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Käse weiter spitze, Konsummilch un-kuh-l

In den ersten Monaten des Jahres wird sehr viel Bilanz gezogen. So auch bei Erzeugung und Verbrauch von Milch und Milchprodukten. Kürzlich hat die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) die Versorgungsbilanzen zum Milchmarkt 2018 veröffentlicht, die auch auf dem Datenportal des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) abrufbar sind (www.bzl-datenzentrum.de). Demnach haben sich die Zahlen für Käse erfreulich entwickelt, bei Butter und vor allem bei der Konsummilch sieht dies etwas anders aus.

Insgesamt haben die deutschen Molkereien im vergangenen Jahr die Erzeugung von Käse gegenüber 2017 um fast 2 Prozent auf die Rekordmenge von 2,52 Mio. t ausgedehnt. Davon entfielen knapp 1 Mio. t, also 40 Prozent auf das ausgewiesene Käseland Bayern. Erfreulich auch der Verbrauch: Insgesamt wurden einschließlich Schmelzkäse durchschnittlich 24,2 kg pro Kopf konsumiert, das waren fast 300 g mehr als 2017. Damit nähern sich die Zahlen auch wieder den Höchstwerten von 2016, als sogar 25 kg pro Kopf gegessen wurden. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag der Verbrauch von Käse bei nur 21,2 kg.  Den stärksten Zuwachs im vergangenen Jahr verzeichnete dabei der Pasta-Filata-Käse, darunter Mozzarella, mit einer Steigerung um fast 4 Prozent auf im Durchschnitt 3,4 kg pro Kopf. Sehr erfreulich für die bayerische Milchwirtschaft und vor allem die Erzeuger, ist doch der Freistaat mit knapp 40 Prozent größter Erzeuger bundesweit.

Der Trend fortgesetzt hat sich leider bei der Konsummilch: Die Produktion wurde deutschlandweit um etwas mehr als 3 Prozent 4,66 Mio. t zurückgefahren, auch als Reaktion auf den erneut sinkenden Verbrauch. Denn der ging erneut um 1,6 kg auf jetzt noch 50,6 kg pro Kopf zurück. Dieser Trend überrascht umso mehr, bieten doch sowohl die Erzeuger wie auch die Molkereien den Verbrauchern eine schier unendliche Variation von Sondermilchen, die bei höchster Qualität neben der ursprünglichen Funktion als Lebensmittel zusätzlich auch das Lebensgefühl der Verbraucherschaft ansprechen: Alpenmilch und Bergbauernmilch, Heumilch und Weidemilch, mit vielen weiteren Labels versehen, dazu die Auslobungen, dass es den Lieferanten der Milch, also den Kühen noch besser geht als gut. Am Angebot kann  es also nicht liegen, dass die Trinkmilch immer weniger kuh-l zu sein scheint.

Und dann ist noch die Butter zu nennen: Die Erzeugung von Butter und Milchstreichfetterzeugnissen ging um etwa 2,5 Prozent auf 483.000 t zurück. Der Verbrauch sank im vergangenen Jahr mit 5,8 kg pro Kopf unter die Schallmauer von 6 kg, dies wurde aber zum Teil durch die steigende Beliebtheit so genannter Mischfette kompensiert.

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