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Globaler Handel mit Milchprodukten September 2020

Handelsmengen teilweise Anschluss gefunden!
Die Statistik der Europäischen Union über die Handelsaktivitäten der weltweit zehn größten Exportländer von Milchprodukten zeigt für die ersten neun Monate des Jahres 2020, dass der Warenhandel – nach dem Einbruch im Frühjahr durch das Auftreten der Corona-Pandemie – wieder zum Teil das Vorjahresniveau erreicht. Im dritten Quartal 2020 konnte die Ausfuhr von Milchprodukten zumeist ohne Einschränkungen (Covid-19) durchgeführt werden. Infolgedessen haben sich die Exportmengen erhöht und können somit mengenmäßig wieder an die Vorjahreswerte aufschließen. Nur noch bei der Kondensmilch und bei Butter/-öl liegen die Zahlen unter den Summen des vergangenen Jahres. Ebenso bei Magermilchpulver, allerdings besaß hier, aufgrund der aus Europa günstig exportierten Interventionsware, der Außenhandel im Jahr 2019 eine sehr hohe Dynamik. Folglich ist das Minus beim weltweiten Verkauf von Magermilch von knapp 1,5 Prozent im Jahr 2020, eigentlich positiv zu bewerten.

Verbesserte Absätze konnten die Hersteller von Vollmilchpulver und von Käse feststellen und ein Plus von über zwei Prozent melden. Einen sogar zweistelligen positiven Wert, mit  Plus 10,29 Prozent, weist der internationale Verkauf von Molkenpulver auf. Bei der Betrachtung dieser Zahlen wird offensichtlich, dass in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 sehr wohl eine gute Nachfrage und auch ein hohes Kaufpotential bei den Milchprodukten vorhanden gewesen sind.

Nun im letzten Jahresviertel, muss allerdings vorerst die globale Marktentwicklung noch bedachtsam betrachtet werden, da einige Staaten, aufgrund der Corona-Pandemie, Einschränkungen oder auch Lockdown`s angeordnet haben. Wie dies sich auf den globalen Handel heuer oder auch Anfang nächstes Jahr auswirken wird, bleibt abzuwarten. Tendenziell verfügt aber der Welthandel über feste Absatzbedingungen, welche sich auch bei den letzten Auktionen des Global Dairy Trade Tenders (GDT) gezeigt haben. Auch die Verkaufshöhe des Barrel-Ölpreises hat sich in den letzten Wochen weiter erhöht und nimmt nun Kurs auf die 50-Dollar-Linie pro Fass Erdöl. Eher negativ auf den Marktverlauf wirkt sich, allerdings mehr für die europäischen Anbieter, der ansteigende Wechselkurs für den US-Dollar gegenüber dem europäischen Euro aus. Da jedoch sich die Handelspreise der Milchprodukte weltweit verbessern, bleiben teilweise auch die europäischen Verkäufer im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig.

 

Globaler Handel Stand September 2020

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