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EU Drittlandexport März 2020

Quartalsbilanz weist Schwächen auf

Die Exportaktivitäten der Europäischen Union zeigen im ersten Jahresquartal 2020 noch die Einschränkungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie. Im Monat März 2020 konnten zwar einige Transfers von Milchprodukten erfolgen, allerdings offenbart sich, im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren mit guten Steigerungsraten, die Mengenentwicklung als gedrosselt. Entweder war, aufgrund der geschlossenen Grenzen, kein Handel möglich oder es fehlten schlichtweg geeignete „Transportbehälter“, da es an Rücktransportmöglichkeiten fehlte. Unter gewissen Umständen hat auch von Seiten der erdölexportierenden Staaten der gegenwärtig niedrige Rohölpreis ebenfalls Einfluss auf die globale Nachfrage nach Milchprodukten genommen. Trotz dieser erschwerten Vermarktungssituationen, weisen die Exportzahlen im ersten Quartal 2020 dennoch halbwegs gute Ergebnisse auf.

In den ersten Monaten 2020, haben vor allem Käse, Magermilchpulver und Kondensmilch mengenmäßig an Handelsvolumen verloren. Während bei diesen Milchprodukten gegenüber dem Vorjahresquartal 2019 fast 24.000 Tonnen (Käse), über 62.000 Tonnen (MMP) bzw. über 26.000 Tonnen (Kondensmilch) weniger abgesetzt werden konnten, erholte sich der Absatz bei den anderen Standardmilchprodukten, wie von Butter, Vollmilch- und Molkenpulver sowie von der Frischmilch. Besonders interessant sind hierbei die Verkaufszahlen von Milchfett, mit einem Plus von über 21.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahresquartal 2019.

Wie sich im zweiten Jahresquartal 2020 die Exportquoten entwickeln, wird nach wie vor von den Hygieneauflagen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie abhängen. Da inzwischen einige der europäischen Staaten über eine Aufhebung der Grenzkontrollen nachdenken und auch wieder Urlauber ins Land einreisen lassen wollen, könnten die gegenwärtigen Handelsbeschränkungen durchaus entscheidende Lockerungen erfahren. Dies könnte möglicherweise auch die Export-Handelsbilanz wieder verbessern.

Anmerkung: Vergleichbarkeit der EU-Drittlandexportstatistik
Da zum 31. Januar 2020 das Vereinigte Königreich (UK) aus der Europäischen Union ausgetreten ist, wird die Exportstatistik mit 27 EU-Staaten weitergeführt. Bedauerlicherweise wurde in der aktuellen Statistik nur begrenztes Zahlenmaterial veröffentlicht. Infolgedessen können die Werte des laufenden Kalenderjahres 2020 nur mit denen des Jahres 2019 verglichen werden. Langfriste Auswertungen sind daher nur mit den Werten der 28 EU-Staaten möglich. Aus diesem Grund kann es zu kleineren Abweichungen kommen, diese halten sich aber in Grenzen, da das Vereinigte Königreich eher ein Importland ist und nur sehr wenige Exporte in Drittländer durchgeführt hat.

EU-27 Drittlandexport

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