Menü

News

123rf(c)PrasitRodphan

EU-28 Drittlandexport Juni 2019

Die Observatoriumsstelle für Milch der Europäischen Union (EU Milk Market Observatory (MMO)) hat die Export-Bilanz für den Monat Juni 2019, mit kumulierten Zahlen von Januar bis Juni 2019, veröffentlicht. Für die ersten sechs Monate des Jahres zeigt die Erhebung der MMO weiterhin einen ansprechenden Exporthandelsumfang in die Drittländer sowie verbesserte Marktbedingungen vor allem bei Magermilchpulver, Käse und auch bei Kondensmilch.

Freundliche Halbjahresbilanz
Das europäische Exportergebnis für das erste Halbjahr 2019 von Milchprodukten in die Drittländer weist, wie auch in den vergangenen Jahren, einen stetig ansteigenden Trend auf. Die Verkaufsbilanz für 2019 zeigt, dass die Exportmengen von fast allen Milchprodukten im positiven Bereich liegen. Allerdings wird ein etwas größerer negativer Abstand gegenüber dem Vorjahr speziell bei Vollmilchpulver gemeldet, während Molkenpulver im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht schwächer abgesetzt wurde. Selbst der in den vergangenen Jahren an Mengen vernachlässigte Butterabsatz, konnte zum ersten Mal sein Niveau zum Vorjahr halten. In den letzten Jahren waren die inländischen hohen Vertragsabschlüsse bei Butter nicht konkurrenzfähig für den Export bzw. Welthandel. Nun haben die hierzulande rückläufigen Butterpreise, wieder die Konkurrenzfähigkeit für den globalen Markt „gestärkt“.

Wie bereits in den zurückliegenden Jahren feststellbar, bleibt der Primus des Exportes Magermilchpulver, gefolgt von Käse. Während Käse seinen Vorteil nur leicht ausbauen konnte, weist das Absatzniveau von Magermilchpulver einen deutlichen Abstand auf. Mit einem Exportwert von 514.000 Tonnen, wurden im ersten Halbjahr 2019 über 100.000 Tonnen Magermilchpulver mehr exportiert als in den letzten beiden Jahren. Ebenfalls wieder einen aufsteigenden Trend auf dem globalen Markt zeigt der Absatz von Milch und Sahne. Mit fast 600.000 Tonnen konnte wieder das Niveau des Milch- und Sahneexportes wie vor einigen Jahren erreicht werden. Generell offenbart sich für das erste Halbjahr 2019 eine verbesserte Exportbilanz. Zumeist wird dies unterstützt durch günstige Währungsumrechnungsparameter sowie auch durch eine erhöhte Kaufkraft der ölexportierenden Staaten, die zum Teil einen höheren Bedarf an Milchprodukten haben.

Die Prognose für das zweite Halbjahr 2019 zeigt, dass sich wahrscheinlich die Marktbedingungen ebenso freundlich gestalten und das Exportniveau beibehalten bzw. ausgebaut werden kann. Allerdings sind die derzeitigen heftigen und kontroversen Diskussionen bezüglich der Handelszölle zwischen China und den Vereinigten Staaten kontraproduktiv und für den globalen Markt fast gefährlich. Auch andere Staaten könnten in diesen Konflikt hineingezogen werden und entsprechende negative Konsequenzen in den Handelsmöglichkeiten wären möglich.

 

Drittlandexport von Milchprodukten Juni 2019

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern