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EU-Drittlandexport Juni 2021
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Drittlandexport: Zufriedenstellende Halbjahresbilanz

Zufriedenstellende Halbjahresbilanz 2021
Der internationale Handel mit Milchprodukten konnte sich im ersten Halbjahr 2021, im Gegensatz zum zurückliegenden Jahr, freundlich entwickeln. Obwohl auch noch heuer, vor allem im ersten Quartal des Jahres, die Corona-Pandemiemaßnahmen noch in vielen Länder bzw. Kontinenten weiter fortgesetzt werden, ist aus europäischer Sicht die Umsatzentwicklung auf den internationalen Märkten weiterhin positiv geblieben. Trotzdem können in manchen Regionen auf der Welt noch Handelseinschränkungen, aufgrund von kurzfristigen Corona-Abschottungen, den Warenverkehr behindern. Dennoch erweist sich im Monat Juni 2021 die Exportstatistik der Europäischen Union und somit auch die Halbjahresbilanz eigentlich als recht ansprechend.

Die Gesamtbetrachtung zeigt, dass die Ausfuhrmengen der Europäischen Union insgesamt angestiegen sind. Allerdings konnten nicht alle Milchstandardprodukte diesem Trend folgen. Mit guten Steigerungsraten wartet immer noch Molkenpulver auf. Die Verkaufsmenge betrug zur ersten Jahreshälfte 354.000 Tonnen, das bedeutet 10,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Ausfuhr von Magermilchpulver ist fast unverändert geblieben, während dagegen Vollmilchpulver um 7,7 Prozent an Position verlor. Ebenso ging auch der Absatz von Milchfett um fast 31.500 Tonnen zurück. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Umschichtung der Handelsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich zurückzuführen. Dieser rückläufige Export wird durch eine geringere Importquote der Europäischen Union kompensiert.

Im Käsesektor können sich die Exportzahlen als unverändert gut präsentieren. Über 32.000 Tonnen Käse konnten mehr abgesetzt werden. Damit erreichen die Ausfuhrmengen dieses Segments fast die 500.000-Tonnen-Linie. Ebenfalls, mit einer hohen Steigerungsrate, konnte Milch und Sahne aufwarten. Gegenüber dem vergangenen Jahr errechnet sich ein Wert von 21,4 Prozent Plus bzw. ein Anstieg von über 133,4 Millionen Kilogramm. Überwiegend handelt es sich dabei um länger haltbare Milch (UHT).

In den kommenden Monaten wird sich vermutlich die Entwicklung, welche derzeit der EU-Drittlandexport aufweist, fortsetzen. Das Wechselkursverhältnis von US-Dollar zum europäischen Euro hat sich weiter zugunsten der europäischen Verkäufer geändert. Gleichzeitig erhöhte sich auch die Kaufkraft der erdölexportierenden Staaten, da die Ölpreise inzwischen schon etwas länger über 70-US-Dollar-Grenze liegen. Bekanntlich kaufen die erdölexportierenden Länder meist größere Mengen von Milchprodukten ein.

EU-Drittlandexport Juni 2021
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