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Butter: Aldi und Co. erhöhen Regalpreise - ab Montag und "deutlich"!

Wie sich doch die Zeiten ändern: Wusste man jahrzehntelang nicht einmal so genau, wie die beiden Albrecht-Brüder aussehen, geschweige denn, dass aus dem Hause Aldi irgendwelche (Er)Regungen bezüglich Lebensmittelpreise zu vernehmen waren, ist mittlerweile (fast) alles anders. Auch wenn Meldungen am 1. April bekanntermaßen mit Vorsicht zu genießen sind. Diese ist aber kein Scherz: Die nächste Preiserhöhungswelle rollt und trifft nicht überraschend und endlich auch - nach der Konsummilch Mitte Februar - weitere Milch- und Fleischerzeugnisse. Und ebenfalls so noch nie dagewesen: Aldi kündigt diese Preiserhöhung bereits 3 Tage vorher an. Da fällt einem doch glatt das aus dem Wertpapierrecht bekannte Wort "Gewinnwarnung" ein! Und Corona gibt es auch noch: Auch da fallen ab Montag die Masken!

Dass sich die Lebensmittelpreise verteuern und nicht ständig als Inflationsbremse herhalten müssen, ist aus Sicht der Erzeuger eine ständige Forderung. Allein, sie wurde nicht gehört, zuvorderst nicht vom Deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Jetzt kann auch der LEH nicht mehr aus, Rückenwind und Strömung des Marktes sind zu stark, Kosten und Verfügbarkeit von Futter- und Düngemittel sowie Energie treffen Erzeuger wie Verarbeiter gleichermaßen, verknappen zudem die erzeugte Ware. Und nachdem in der Vergangenheit bereits jede Kostenschraube überdreht wurde und die Anforderungen an die Tierhaltung unvermindert steigen, sind als einziges Ventil die Verbraucherpreise übrig geblieben.

Bei den Milchprodukten wird es anfangs (leider) nur die Deutsche Markenbutter, Eigenmarken des LEH, treffen. Die Kontrakte zwischen Molkereien und dem LEH waren ab April neu zu verhandeln. Die Eckdaten und einschlägigen Indikatoren waren hier ein glasklarer Wegweiser, wohin die Preisrallye führen wird, sogar muss! Die Rahmpreise kannten zuletzt nur eine Richtung: Steil nach oben! Die Fetteinheit wurde zuletzt mit weit über 8 Cent gehandelt, die Blockbutter lag in der Notierung bei um die 7 Euro/kg.

Von daher werden sich die neuen Kontrakte, die ja bekannter Maßen nicht mehr so gleichförmig und "homogen" wie früher sind, nach VMB-Informationen in einem Bereich zwischen 6,90 und 7,40 Euro/kg einpendeln, etwa 1 Euro über dem bisherigen durchschnittlichen Abgabepreis.. Für die neuen Regalpreise der früheren "Billigbutter" bedeutet dies in der Tat ein gewaltigen Sprung, der sogar etwas größer ausfallen könnte. Denn die leichten Anhebungen der Verkaufspreise in den vergangenen drei Monaten von etwa 30 Cent/kg sind am Verbraucher folgenlos vorbeigegangen. Der VMB legt sich - natürlich unverbindlich - fest, dass ab Montag der 250 g Ziegel mit 1,99 Euro im Kühlregal liegen wird, mindestens. Wenn es anders kommen sollte, war es April, April.

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