23.01.2019

Milchanlieferung

Milchanlieferungen Deutschland November 2018

Deutschland Gesamt: Monatliches Anlieferungsniveau unter Vorjahr
Das Erzeugungspotenzial der gesamten deutschen Milcherzeuger bleibt im November 2018 zum dritten Mal in Folge unter den Vorjahreswerten. Der Abstand beträgt nun Minus 1,4 Prozent, bei einer Anlieferung von 2,454 Milliarden Kilogramm Milch. Kalkuliert man eine ähnliche Abweichung auch für den Monat Dezember 2018 ein, so wird sich die Jahresmilcherzeugung der hiesigen Milchlieferanten bei maximal 1,5 Prozent Plus positionieren.
 
Bei der Differenzierung der deutschen Milchanlieferung zwischen ökologisch/biologisch und konventioneller Milch wird deutlich, dass die Erzeugungsentwicklung sich konträr verhält. Im konventionellen Bereich erfolgt eine rückläufige Milchanlieferung bereits schon ab dem Monat August 2018. Dieses Anlieferungsverhalten geht mit höheren negativen Prozentsätzen weiter bis zum Monat November. In der kalkulierten konventionellen deutschen Gesamtmilchanlieferung wird sich der Abstand gegenüber dem Vorjahr deshalb bei ungefähr einem Prozent platzieren. Dagegen bleibt der Anstieg der Biomilcherzeugung gegenüber den Vorjahresmonaten relativ hoch.
 
In der Unterteilung der konventionellen Milch nach Bundesländern ist ebenfalls eine unterschiedliche Erzeugungsentwicklung festzustellen. Das sommerlich heiße und trockene Wetter im Jahr 2018, hat auch teilweise Einfluss auf den Futterbereich und die Milchproduktion genommen. Hauptsächlich in Ostdeutschland waren bereits seit Mitte des Jahres 2018 Rückgänge gegenüber den Milchmengen des Vorjahres zu erkennen. Dies hatte zur Folge, dass bei weiterer Summierung der monatlichen Anlieferungsmengen das ganzjährige Anlieferungspotenzial des vergangenen Jahres nicht mehr erreicht wird. In Westdeutschland konnte dagegen eine Verringerung der Milchanlieferung erst mit Herbstbeginn festgestellt werden. Infolgedessen werden im konventionellen Bereich in den meisten Bundesländern die Jahresergebnisse überschritten und liegen durchschnittlich um die Prozent-Marke.
 
Die Milcherzeugung in Bayern schließt sich im Wesentlichen dem westdeutschen Trend an. Hier werden annähernd 7,4 Milliarden Kilogramm konventionelle Milch erwartet. Das bedeutet ein Plus von zirka 1,1 Prozent.
 
Bio-Milch: Anlieferungshöhe überschreitet die Milliarden-Grenze
Nach der Auswertung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für die ersten elf Monate des Kalenderjahres 2018, liegt die Bio-Milcherzeugung nun bei über einer Milliarde Kilogramm. Somit verfügt der Bio-Milch-Sektor in der Summe über ein Plus von fast 20,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit den geschätzten Werten des Monat Dezember 2018, wird sogar die 1,1 Milliarden-Grenze an erzeugter Bio-Milch erreicht werden.
 
Die bayerischen Bio-Milchlieferanten haben sich in etwa dem Trend der deutschen Bio-Milcherzeugung angeschlossen. Die Erzeugungsmenge von Bio-Milch in Bayern für elf Monate liegt aktuell bei einem Plus von 18,3 Prozent und wird im Jahresergebnis ungefähr 550 Millionen Kilogramm Milch ansteuern.
 
Nachdem inzwischen, aufgrund der gegenwärtigen Schwierigkeiten die komplette Bio-Milch marktkonform abzusetzen, in etlichen Bundesländern von verschiedenen Molkereiunternehmen mehr oder weniger ein Aufnahmestopp für sogenannte „Umsteller“ erfolgt ist, werden die monatlichen Abstände der Bio-Milchmenge beim Übergang in das Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich geringer ausfallen.
 
 
 
 
 
 

 
 

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