08.10.2018

Milchmarkt international

LTO-Milchpreis August 2018: Fast durchwegs Erlösverbesserungen

Der niederländische Bauernverband LTO, ermittelt in Zusammenarbeit mit Zuivel NL und der EDF (European Dairy Farmers), einen Gesamtmilchpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen. Zusätzlich werden von den Molkereileistungen Einzelauswertungen errechnet.
Für den Monat August 2018 kalkulierte der Verband einen europäischen Durchschnittswert in Höhe von 34,21 Cent pro Kilogramm Milch. Dadurch errechnet sich eine weitere Erhöhung von 0,43 Cent bzw. 1,27 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dennoch signalisiert diese aktuelle August-Auswertung, dass sich der Preisanstieg, sowie auch das erreichte Niveau, inzwischen auf der Höhe des Fünf-Jahres-Durchschnittes von 2013 bis 2017 befinden. Obwohl im dritten Monat in Folge der Milchpreis in Europa fast überall angestiegen ist, konnte das Vorjahresniveau gegenüber dem August 2017, mit einer Höhe von 36,03 Cent, nicht erreicht werden. Die Zahlen beziehen sich dabei auf ein Kilogramm Milch, mit 4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß, netto, ab Hof, mit einer Jahresleistung des Betriebes von durchschnittlich 500.000 Kilogramm Milch. 
 
Noch nicht ganz allumfassend, weist das Preisbild der europäischen Vergleichsmolkereien eine Erhöhung der Milchauszahlungsleistungen auf. Obwohl der europäische Durchschnittswert wiederum deutlich angestiegen ist, und auch einige Molkereien größere Preisanpassungen vorgenommen haben, sind vereinzelte Milchverarbeiter noch auf dem bisherigen Auszahlungsniveau geblieben. Der Milchmarkt im Herbst 2018 wird aktuell von einer relativ freundlichen Einkaufsstimmung geprägt. Allerdings zeigen die Notierungsmeldungen und Verkaufspreise, dass trotz guter Absätze, die Preise von Milchprodukten nicht immer ganz die Erwartungen der Hersteller erfüllen können. In weiten Bereichen werden zwar Preiserhöhungen erzielt, allerdings konnten diese ausgehandelten Verbesserungen nur in einer niedrigen Höhe verwirklicht werden. Das Buttersegment musste kurzzeitig sogar Preisrückgänge in Kauf nehmen. Dennoch zeigt die Prognose, dass der europäische Mittelwert die 35-Cent-Basis überschreiten wird. Einige Molkereien haben diesbezüglich bereits schon für die kommenden Monate weitere Erhöhungen angedacht, welche im Mittel zwischen 0,5 und 2,0 Cent liegen werden.
 
Die Auszahlungsleistungen der Molkereien in Übersee weisen, im Gegensatz zu der europäischen Milchpreisentwicklung, ein etwas differenzierteres Verhalten auf. In den letzten Monaten wurden auf den internationalen Märkten bei fast allen Milchprodukten die Preise reduziert, so dass auch dementsprechend die Verarbeiter ihre Auszahlungsleistungen gesenkt haben. Hauptsächlich im asiatischen Bereich sind infolgedessen Milchpreiskürzungen erfolgt. So hat auch die Fonterra in Neuseeland ihren laufenden Auszahlungsbetrag um 0,4 Cent reduziert. Konträr dazu, und deshalb in der Auszahlungsleistung parallel zu den europäischen Gegebenheiten, hat die Käsereimilch der Class III Milk in den Vereinigten Staaten ein leichtes Plus von 1,5 Cent erzielen können.
 
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