21.12.2018

VMB

VMB-Jahresabschlusssitzung

Traditionell hat der VMB Mitte Dezember diesen Jahres seine Jahresabschlusssitzung im Haus der Bayerischen Landwirtschaft in Herrsching abgehalten. Vorsitzender Scholz und Geschäftsführer Dr. Seufferlein konnten zusammen mit den Delegierten, dem Hauptamt und den Gästen aus der Milchwirtschaft auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurückgeblicken.
 
Imagearbeit für bayerische Milch
Für den VMB und in der gesamten Milchbranche gab es viele Veränderungen im Jahr 2018. Nach der Auflösung der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e. V. (LVBM), hat sich der VMB dafür eingesetzt, den Bereich Marketing für die bayerische Milch zu übernehmen und damit auch die bayerische Milchwirtschaft und dessen Milcherzeuger zu stärken. Das Image der Milch und das der Milcherzeuger in Bayern, sollen einen wichtigen Stellenwert in der Kommunikation mit Verbrauchern erreichen.
Mit dem Fortbestand der Milchkönigin und Milchprinzessin, in Kooperation mit dem Molkereiverein milch.bayern e. V., werben die jungen Damen bei Schulklassen, Verbrauchermärkten, Messen und Veranstaltungen für die Qualität und das Image der bayerischen Milch. Das ist allerdings nur ein Bereich im großen Spektrum „Marketing“. 2018 wurden zudem Werbemittel und Informationsflyer erstellt und eine Überarbeitung der VMB-Homepage in Angriff genommen. Ende dieses Jahres hat zudem das Projekt „Multiplikatorenschulung“ begonnen. Es tut sich also einiges im Bereich Marketing, schon im Jahr 2018. Im neuen Jahr soll dieser Bereich weiter ausgebaut werden und die neue Homepage des VMB online gehen.
 
© VMB / S. Beres
 
Wichtige Gremienarbeit – Bayerns Positionen vertreten
Aber nicht nur Marketing, sondern auch die Positionierung in verschiedenen Gremien war 2018 für den Verband der Milcherzeuger Bayern e. V. von Bedeutung. Als Regionalstelle QM-Milch wurde die bayerische Position im neuen QM-Milch Standard 2020 eingebracht. Eine wesentliche Entscheidung traf der VMB heuer, mit dem Beitritt zum Verband der deutschen Molkereiwirtschaft (VDM). Dort will der VMB zukünftig die milchwirtschaftlichen Interessen, nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch weltweit vertreten, u. a. bei der Vereinheitlichung von Produktions- wie von Qualitätsstandards.
 
Neue Milch-Güteverordnung – auf was können sich die Milcherzeuger einstellen?
Dr. Christian Baumgartner, Geschäftsführer Milchprüfring Bayern e. V., referierte und diskutierte mit den Delegierten des VMB`s über die Vorgaben der neu überarbeiteten Milch-Güteverordnung. Dabei wurde noch einmal Hintergrundwissen vertieft, sowie organisatorische und analytische Auswirkungen betrachtet. Eingegangen wurde zudem auf den Unterschied des sog. Brilliant-Schwarz-Reduktionstes (BRT) und BRT hi-sense, ebenso wie auf die Kernpunkte der neuen Verordnung, die zukünftig "Milchgüterecht" heißen soll. 
 
© VMB / S. Beres
 
Was wird uns 2019 beschäftigen?
LOR Hüttenkofer vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte, dass seitens des Ministeriums auch die Handhabung des Artikels 148 im Bereich der Lieferbeziehungen, aber auch die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wichtige Aufgaben im neuen Jahr sein werden.
Ein weiteres Problem in diesem Jahr war die Diskussion über die verschiedenen Formen der Rinderhaltung. Besonder zu erwähnen ist hierbei die ganzjährige Anbindehaltung. Dieses wichtige Thema wird den VMB auch im Jahr 2019 noch ausgiebig beschäftigen. Er wird gleich zu Beginn des neuen Jahres eine geordnete Koordinierung vornehmen, um bei den verschiedenen Ansichten der Verbände, eine einheitliche Position und schnelle Lösung - auch zusammen mit dem Lebensmitteleinzelhandel - zu finden.