04.10.2018

Milchmarkt international

GDT Tender 2. Oktober 2018: Rückgang in allen Produktsegmenten

Die im vierzehntägigen bzw. dreiwöchigen Rhythmus stattfindende internationale Handelsauktion GDT (Global Dairy Trade) für Milchstandardprodukte, veröffentlicht die durchschnittlichen Werte der verkauften Milchprodukte im Commodities-Bereich (verschiedene Milchpulversorten, Chester, sowie diverse Butterprodukte), am Weltmarkt. Beteiligt sind überwiegend größere international handelnde Molkereiunternehmen wie Fonterra, Dairy America, Amul, Arla, Eursérum, Murray Goulburn.
Auch bei der letzten Börsenauktion, am 2. Oktober 2018, verlor der GDT-Tender im Vergleich zu den letzten Monaten an Höhe. Gegenüber dem vergleichenden Börsentermin vom 18. September 2018, ging der Durchschnittspreis der gehandelten Waren nochmals um 33 US-Dollar die Tonne zurück. Das bedeutet einen Abstand in Höhe von Minus 1,1 Prozent zum vorherigen Auktionsergebnis. Der Mittelwert befindet sich somit nun bei 2.901 US-Dollar per Tonne. Im 10-jährigen Durchschnittsvergleich liegt der Rückgang bei 1,9 Prozent.
 
Bei der näheren Betrachtung der Marktdaten ist festzustellen, dass entgegen dem letztjährigen Trend, der Preisrückgang dieses Mal wesentlich von der Fettschiene beeinflusst worden ist. Das Käsesegment aber auch der Pulverbereich zeigen in der Veränderung zur letzten Auktion, eher eine geringfügige Reduzierung an. Einen erheblichen Abstand hat hingegen vor allem Butter und Butterschmalz. Die Verringerung beläuft sich auf ein Minus von 5,9 bzw. 4,4 Prozent. Dementsprechend wird nun die Butter auf dem Weltmarkt bei knapp 4.000 US-Dollar die Tonne gehandelt.
 
Da eine hohe Ertragslage beim Verkauf von Erdöl vorliegt, wäre eigentlich ein gewisser wirtschaftlicher Aufschwung in den ölexportierenden Ländern zu erwarten. Im Rückschluss darauf, ist die derzeitige Entwicklung des GDT-Tenders nicht immer nachzuvollziehen. Aufgrund der erhöhten Kaufkraft, erwarten die meisten Marktexperten, dass der Mengenfluss von Milchprodukten wieder anziehen wird und eigentlich gleichzeitig eine Stabilisierung der Marktpreise erfolgen sollte.