20.12.2018

Milchmarkt international

GDT Tender 18. Dezember 2018

Die im vierzehntägigen bzw. dreiwöchigen Rhythmus stattfindende internationale Handelsauktion GDT (Global Dairy Trade) für Milchstandardprodukte, veröffentlicht die durchschnittlichen Werte der verkauften Milchprodukte im Commodities-Bereich (verschiedene Milchpulversorten, Chester, sowie diverse Butterprodukte), am Weltmarkt. Beteiligt sind überwiegend größere international handelnde Molkereiunternehmen wie Fonterra, Dairy America, Amul, Arla, Eursérum, Murray Goulburn.
Internationaler Handel im Aufwind
 
Nachdem bei allen Milchprodukten die Verkaufspreise in den vergangenen Monaten rückläufig waren, haben auch die Werte der Handelsplattform des GDT zunehmend an Position verloren. Allerdings haben nun, im Dezember 2018 kurz vor dem Jahresschluss, die Notierungen angezogen. An beiden Terminen im Dezember 2018 verbesserten sich nun fast durchgängig die Handelspreise. Der Durchschnittswert aller gehandelten Milchprodukte erhöhte sich nochmals um 25 US-Dollar auf 2.844 US-Dollar je Tonne (Auktion 04. Oktober 2018: 2.819 US-Dollar je Tonne). Dies entspricht einem Anstieg von 0,9 Prozent. Da bei den vorhergegangenen Handelsterminen ebenfalls ein Plus erreicht worden ist, könnte möglicherweise eine Stabilisierung um die 3.000-US-Dollar-Linie erfolgen. Der 10-jährige-Durchschnittsvergleich des GDT-Tenders liegt, gemäß der aktuellen Aktion, bei Plus 1,7 Prozent.
 
Bei der Betrachtung der Einzelprodukte zeigt sich, dass durchwegs jedes Milchsegment an Wert gewinnen konnte. Neben dem in letzter Zeit arg „gebeutelten“ Milchfett, welches jetzt wieder eine Anhebung um 5 Prozent erlangte, lagen die Verbesserungen bei Milchpulver und Käse zwischen 2 bis über 3 Prozent. Erfreulich ist dieser Trend des erhöhten Marktverlaufes auch deshalb, da derzeit ein anziehendes Milchaufkommen der Weidesaison 2018/2019 aus Neuseeland gemeldet wird. In Neuseeland wird die Milchmenge fast 5 Prozent mehr als die kumulierte Berechnung aus dem Vorjahr erreichen. Allerdings befindet sich die Milcherzeugung in Australien unter den Vorjahreswerten und auch weitere, am Welthandel beteiligte Staaten, sind anlieferungstechnisch „verhaltener unterwegs“. Zusätzlich könnten ebenfalls die ansteigenden Erdölpreise die Kaufkraft einiger Länder stimuliert haben, welche bekanntlich einen ausgedehnten Bedarf an Milcherzeugnissen haben.