14.03.2019

Der VMB informiert

Delegierten-Versammlung der Bayern MeG

Am 11. März 2019 trafen sich in Herrsching die Delegierten der Bayern MeG zu ihrer alljährlichen Jahresversammlung.
 
Neuwahl des Vorstandes
Einer der wichtigsten satzungsgemäßen Tagesordnungspunkte, der in der internen Sitzung behandelt wurde, war die Wahl des Vorstandes der Bayern MeG.
 
© Jürgen Geyer - VMB.de
 
Obwohl die Milchvermarktung im Milchwirtschaftsjahr 2018 nicht einfach gewesen ist und die Bayern MeG zusätzlich aufgrund des BMG-Konkurses noch eine weitere schwere Aufgabe zu bewältigen hatte, konnten die betroffenen Mitglieder auf die sehr gute Organisationsstruktur der Bayern MeG von Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung zurückgreifen. Da die bestehende Vorstandschaft, die Vorschläge des Gremiums zur Fortsetzung der Tätigkeit, angenommen hat, gab es diesbezüglich ein klares Wahlergebnis – nach dem Motto „never change a winning team“. Die Führungsspitze der Bayern MeG in der nächsten Periode besteht aus: Herbert Maier, Hans Zeiner, Erhard Zimmermann und Hans Bauer. Lediglich der Vorstandsposten für den außerbayerischen Vertreter musste neu gewählt werden. Diese Aufgabe nimmt nun Stefan Schäfer wahr.
 
© Jürgen Geyer - VMB.de

von links: Stefan Schäfer, Erhard Zimmermann, Herbert Maier, Hans Zeiner, Johann Bauer
 
Der BMG-Zusammenbruch war auch das beherrschende Thema im Vorstandsbericht, der im, öffentlichen Teil behandelt wurde. Zusätzlich zur verhaltenen Marktsituation, infolge des hohen Anlieferungsvolumen zum Jahresbeginn 2018, so der Vorsitzende in seinem Bericht, wurden die Milcherzeuger von heute auf morgen mit einem sofortigem Erfassungsstopp des Berliner Abnehmers konfrontiert. Mit erheblichen Aufwand und Dauereinsatz, ist es dem Bayern MeG Geschäftsführer Seemüller gelungen, weiterhin die „freie“ Milch zu vermarkten.
 
Angesichts dieser Entwicklung haben sich der Vorstand und Aufsichtsrat intensiv mit dem Thema „Milchgeldausfall“ beschäftigt. Die Thematik einer „Ertragsausfallversicherung“, haben die Gastreferenten der Rosenthal Assekuranz Versicherungsmakler GmbH, Herr Thorsten Meier und Herr Rainer Windel näher erläutert.
 
© Jürgen Geyer - VMB.de
Bild: Thorsten Meier und Rainer Windel
 
Einfach nur „ unglaublich“ sind 2018 die Markteinschätzungen innerhalb der Land- und Milchwirtschaft gewesen, was letztendlich zu störenden Marktirritationen geführt hat. Um diese unterschiedlichen Auffassungen zu ordnen und ein einheitliches Stimmungsbild zu erreichen, hat die Bayern MeG im Juni 2018 zu einem Spitzentreffen der Land- und Milchwirtschaftlichen Verbände eingeladen. Obwohl alle Milchorganisationen teilgenommen haben, war es leider nicht möglich, eine deckungsgleiche Milchmarkteinschätzung zu finden, und gemeinsam zu veröffentlichen.
 
Das ausgedehnte Milchaufkommen und die BMG-Pleite 2018, haben bei den Molkereien zu einem Umdenkungsprozess in ihrer Milcherfassungsstruktur geführt. Dort besteht seit geraumer Zeit der Trend, die Vertragsmilch zu reduzieren und den Anteil der Zukaufsmilch auszuweiten. Auch das Dauerthema „Tierwohl“ wird in der Milchvermarktung auch zukünftig in große Rolle spielen. Dabei ist nicht nur die Frage der unterschiedlichen Stallhaltungsformen wichtig, sondern auch Mehrwertkonzepte der Molkereien mit den Tierschutzorganisationen. Den „schwarzen Peter“ dem Handel oder der Molkerei zu zuschieben, ist zu einfach. Es ist schlichtweg der gesamte Wettbewerb und die ansteigenden Milchmengen, die diese Entwicklung befeuern. Aus diesem Grunde fordert die Bayern MeG dringend einen „Runden Tisch“ beim Bayerischen Landwirtschaftsministerium, der sich mit der Anbindehaltung und der „Definition der Kombinationshaltung“ beschäftigt. Damit soll in der vertikalen Vermarktung eine einheitliche akzeptable Richtlinie realisiert werden.
 
Informationen zur Milchmenge und Mitgliederstand
Zum Jahresbeginn 2019 hat die Bayern MeG mit 134 Mitgliedsorganisationen ihre höchstmögliche Vermarktungsmenge (Vorgabe der Europäischen Union) von 5,7 Milliarden Kilogramm Milch erreicht.
 

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