Bayerischer Milchförderungsfonds (MFF)

Der Bayerische Milchförderungsfonds (MFF) wurde 1969 gegründet und ist eine berufsständische Selbsthilfeeinrichtung mit dem Ziel der Stabilisierung bzw. Verbesserung des Milchgeldeinkommens der Erzeuger. Er wird als selbständiges Zweckvermögen beim Bayerischen Bauernverband geführt. Träger sind der Bayerische Bauernverband, der Genossenschaftsverband Bayern e. V. und der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e. V.
 
Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein Verwaltungsausschuss unter dem Vorsitz von Alfred Enderle. Dem Ausschuss gehören fünf Vertreter der Milcherzeuger sowie je vier Vertreter aus der genossenschaftlichen und der privaten Milchverarbeitung an.
 
 
Einnahmen 
 
Die bayerischen Milcherzeuger zahlen auf freiwilliger Grundlage 0,05 Cent pro Kilogramm Anlieferungsmilch in den Milchförderungsfonds ein.
 
Beispiel:
Ein Betrieb mit einer jährlichen Milchanlieferungsmenge von 300.000 kg müsste – bei 0,05 Cent/kg – einen Betrag von 150,00 Euro an den Fonds pro Jahr (entspricht monatlich 12,50 Euro) entrichten.
 
Die Einnahmen betragen jährlich etwa 3,2 Mio. Euro zuzüglich Zinsen. Die Beteiligung der Milcherzeuger in Bayern liegt bei fast 90 Prozent.
 
 
Verwendung der Mittel
 
Der Einsatz der Fördermittel erfolgt jährlich auf Beschluss der tragenden Verbände unter dem Gesichtspunkt der größtmöglichen Effizienz und der größtmöglichen Wettbewerbsneutralität in folgenden Bereichen:
 
a) 
Stabilisierung des Buttermarktes
Ziel: Entlastung des Buttermarktes bei saisonalem Überangebot
Maßnahme: Bereitstellung eines entsprechenden Betrages
 
b)
Förderung des Exports von Milcherzeugnissen (Exportabsicherung)
Ziel: Förderung der Exporte, da Bayern auf den Absatz am Binnenmarkt und auf Drittlandsmärkten angewiesen ist und die Exportentlastung stabilisierend wirkt
Maßnahme: Bereitstellung eines entsprechenden Betrages (auf der Grundlage des Exportumsatzes der Antrag stellenden Molkereien)
 
c)
„Feuerwehrmaßnahmen“
Für die Folgen von Arbeitskampfmaßnahmen, zum Beispiel erhöhte Erfassungskosten, können ebenfalls Mittel bereitgestellt werden, die aber in den letzten Jahren nicht abgerufen werden mussten.
 
d)
Einbringung von Mitteln in den MKS-Hilfsfonds
Achtung: Durch die aktive Verknüpfung von Milchförderungsfonds und MKS-Hilfsfonds sind nur die Milcherzeuger im MKS-Hilfsfonds integriert, die auch nach Einstellung der Zahlung in den MKS-Hilfsfonds zum 31.12.2003 die Beiträge in den Milchförderungsfonds leisten.
 
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g)
Sondermaßnahmen des Milchförderungsfonds
  • Darlehen an den MKS-Hilfsfonds zur Erreichung der bei der Gründung angestrebten Deckungssumme von 40 Mio. DM.
  • Darlehen im Jahr 1997 an die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e. V. und den Milchprüfring Bayern e. V. als Gesellschafter der AiM GmbH, der Gesellschaft zur Produktion von Hemmstofftabletts (Inzwischen ist auch der Milchwirtschaftliche Verein Baden-Württemberg Gesellschafter der AiM GmbH).
  • Darlehen im Jahr 2003 befristet auf fünf Jahre für die LVBM Werbe GmbH, einer Tochter der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e. V.; inzwischen Teilrückzahlung und Verlängerung des zu verzinsenden Restarlehens um weitere fünf Jahre.
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Das Statut des Bayerischen Milchförderungsfonds steht hier zur Ansicht und zum Download für Sie bereit:

Datum
Beschreibung
Download-Datei
KB
12.03.2018
Statut des Bayerischen Milchförderungsfonds
Statut_MFF.pdf
47

 
Benötigen Sie weitere Informationen? Der Verband der Milcherzeuger Bayern e. V. berät Sie gerne.