03.02.2012

Milchquote

Angespannte Lage der Quotenausnutzung - Anstieg auf 100,7 Prozent

Nach der vorläufigen erstellten Bilanz der Quotenausnutzung des Zeitraums April bis Dezember 2011 wurde laut ZMB und AMI die zeitanteilige Quote mit 100,7 Prozent überschritten. Dies bedeutet eine Steigerung um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. In Anbetracht einer auch im Monat Januar erhöhten Anlieferungsmenge mit gesteigerten Fettwerten, ist eine Überlieferung (nach drei Jahren Unterlieferung infolge) unabwendbar.
© LVBM
Im Zeitraum April bis September 2011 wurde nach der jüngsten Hochrechnung die anteilige Anlieferung um 0,7 Prozent überliefert. Unter Berücksichtigung der Fettkorrektur wurde somit in den ersten neun Monaten des Quotenjahres 2011/12 2,2 Prozent mehr Milch angeliefert, als im Vorjahreszeitraum. Trotz einiger Warnhinweise, dass sich die Anlieferungssituation zunehmend verschärft habe, wurden von Seiten der Erzeuger keine großen Anpassungsbemühungen ersichtlich, um das Quotenziel doch noch zu erreichen. Auch im Anlieferungsmonat Januar 2012 ist das Erzeugungsniveau, das geschätzt durchschnittlich etwa 2,5 Prozent mehr Milch beträgt, weiterhin erheblich über dem des Januars 2011 geblieben.
 
Nachdem die deutschen Milcherzeuger seit November 2011 bis in den Monat Februar 2012 hinein, ihre Milchanlieferung immer deutlicher gesteigert haben, ist davon auszugehen, dass aller Voraussicht nach, die erste Strafzahlung nach Brüssel für die Nichteinhaltung der Quote seit dem Garantiemengenjahr 2007/08, fällig wird.