29.11.2017

Milchvermarktung

Geschwächte Erlöse bei Schnittkäse und Blockbutter

Das Milchaufkommen hat den saisonalen Tiefpunkt erreicht. Die Milchmenge veränderte sich gegenüber der Vorwoche nicht mehr und liegt weiterhin über dem Vorjahr. Der Absatz von Milchprodukten konnte inzwischen eine sehr weihnachtliche Stimmung erlangen, sodass eine hohe Verkaufsmenge erreicht wird. Die preisliche Tendenz erweist sich zunehmend als zweigeteilt. Während nach wie vor feste Kontrakte existieren, werden im Tagesgeschäft bei Schnittkäse und Blockbutter reduzierte Erlöse genannt. Milchpulver wird unterdessen verbessert abgesetzt, jedoch zeigt sich das Preisgefüge weiter uneinheitlich.
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Butter: Geschwächte Position bei Blockbutter
Die Verbraucher stehen anscheinend kurz vor Adventsbeginn schon in ihren Startlöchern, um mit der Weihnachtsbäckerei beginnen zu können. Wie bereits schon in der Vorwoche, weisen die Absatzmengen im Lebensmittelhandel deshalb bei Stückware ein sehr hohes Volumen auf. Nachdem die Adventszeit in diesem Jahr sehr kurz ist, wird bereits im Monat November eine hohe Menge, bei festen Preisen, abgerufen. Im Unterschied zu Butter-Stückware, scheint sich die Nachfrage bei Blockbutter bereits beruhigt zu haben. Auch Sahne wurde demzufolge ruhiger disponiert. Da das Einkaufsinteresse in diesen Bereichen sich sehr ruhig gestaltet, mussten die Verkaufspreise nochmals deutlich zurückgenommen werden.
 
Hartkäse: Flotter Absatz bei festen Preisen
Im Gegensatz zu Schnittkäse präsentiert sich der Hartkäsemarkt generell als sehr freundlich. Der Handel mit Allgäuer Emmentaler Rundlaiben, wie auch mit Viereckware geht zügig voran. Auch im Bereich der weiterverarbeitenden Industrie wird ein hoher Mengenvorrat für die Feiertage geordert. Da die Produktionsmengen der Absatzhöhe angepasst worden sind, lassen sich weiterhin feste Erlöse realisieren.
 
Schnittkäse: Angeregter Marktverlauf bei leichteren Werten
Auch das Segment „Schnitt- und halbfester Schnittkäse“ zeigt in seinen Absatzmöglichkeiten bereits tendenziell eine adventliche Nachfragestimmung. Schnittkäse des Standardbereichs, wie auch die Spezialitäten, werden mittlerweile relativ gut nachgefragt. Auch im Ausland lassen sich immer noch gute Mengen absetzen. Da allerdings die derzeit erhöhte Milchanlieferung auch die Käseproduktion verstärkt hat, verfügen die Hersteller, vor allem bei Neukontrakten und im Tagesgeschäft, über eine schlechtere Verhandlungsposition. Aus diesem Grunde kann Schnittkäse nicht immer preislich behauptend abgesetzt werden.
 
Weichkäse: Freundliche Handelsbilanz
Die Verkaufszahlen der rotgeschmierten Ware sowie der Weißschimmelprodukte offenbaren sich als freundlich gestimmt. Die Absätze sind, wie zu der kalten Jahreszeit erwartet, angestiegen. Infolge der angepassten Produktion werden dementsprechend unveränderte Verwertungen gemeldet.