14.06.2017

Milchpreis Mai 2017

Milchpreis Bayern Mai 2017: Preissprung

Auf Grundlage der laufenden Auszahlungsleistungen der bayerischen Molkereien für konventionelle Milch ermittelte der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) für den Monat Mai 2017 einen Durchschnittswert in Höhe von 34,0 Cent pro Kilogramm Milch (bei 4,2 % Fett und 3,4% Eiweiß, netto, ab Hof). Die Erhöhung gegenüber dem Vormonat ist dieses Mal deutlicher, mit fast einem halben Zehntel Cent pro Kilogramm Milch, ausgefallen.
Die weitere Festigung der Milchmärkte, national wie international, ermöglichte den Molkereien die Milchpreise entsprechend zu erhöhen. Allgemein ist wieder eine verbesserte Nachfrage nach Milchprodukten, bei einer gleichzeitig verhaltenen Milcherzeugung festzustellen. Infolgedessen haben bereits zum Quartalswechsel einige Verkaufspreise von Milchprodukten angezogen. Butter übernimmt dabei die eindeutige Führungsrolle, Milchfrischprodukte folgten im Monat Mai und inzwischen kann man auch Verbesserungen im Käsesegment erkennen. Neben dem angeregten Inlandsmarkt, konnten auch die Exportgeschäfte ausgebaut werden. Die kumulierten Exportmengen von Januar bis April 2017 haben sich, laut EU-Marktbeobachtungsstelle, bei den wichtigsten Produkten abermals erhöht. Die Summe der Aufwärtsbewegungen verstärkt die Basis für Preiserhöhungen der Molkereien und ermöglicht so in Bayern Erlösverbesserungen. Sollte die derzeitige Marktsituation keine Einschränkung erfahren, könnten durchaus zum Eintritt in das zweite Kalenderhalbjahr ein Durchschnittsmilchpreis in Höhe von 35 Cent/kg möglich sein. Die aktuellen Notierungen der Milchprodukte signalisieren sehr wohl diese Option.
 
Biomilchpreis unverändert
Im Gegensatz zu der Marktbelebung im konventionellen Milchbereich, haben sich der Biomilchmarkt und die Auszahlungspreise der bayerischen Biomilch-Verarbeiter nicht verändert. Der bayerische Mittelwert liegt bei 49,2 Cent/kg bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto ab Hof. Die Verwertungen verharren auf einen stabilen Niveau und einer ansprechenden Höhe gegenüber dem Vormonat. Wie die weitere Entwicklung für das zweite Halbjahr 2017 vorangeht, ist gegenwärtig noch offen. Einerseits erhöhen sich immer noch die Biomilchmengen durch „Umsteller“, andererseits steigt der Konkurrenzdruck des Auslandes. Demgegenüber erweisen sich aber die Absatzmärkte im Inland als immer noch gut und ausbaufähig.