07.12.2017

LTO-Milchpreis Oktober 2017

LTO Milchpreis Oktober 2017: Nur noch geringfügiger Anstieg

Der niederländische Bauernverband LTO errechnet, in Zusammenarbeit mit Zuivel NL und dem EDF (European Dairy Farmers), den Gesamtpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen. Für den Monat Oktober 2017 ermittelte der Verband einen Durchschnittspreis von 36,86 Cent pro Kilogramm Milch. Damit stieg der Wert gegenüber dem Vormonat unwesentlich um 0,14 Cent an. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die Steigerung 7,73 Cent. Dies bedeutet ein Plus in Höhe von 26,54 Prozent. Die Werte beziehen sich dabei auf ein Kilogramm Milch, mit 4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß, netto, ab Hof, mit einer Jahresleistung des Betriebes von durchschnittlich 500.000 Kilogramm Milch.
Da die Milchpreise, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr gegenüber den Vormonaten korrigiert worden sind, sowie durch den Preisanstieg im Monat Oktober, wird offenkundig, dass sich nun der Markt weitgehend auf einer gewissen Höhe eingependelt hat. Aus diesem Grunde könnte möglicherweise das Erlösniveau bis Jahresende auch beibehalten werden. Meldungen von milchwirtschaftlichen Unternehmen, die ihre Milchpreise noch einmal nach oben korrigieren werden, liegen aktuell nicht vor. Die Differenz der Auszahlungsleistungen zwischen den aufgezählten europäischen Molkereien, liegt weiterhin stark konzentriert um den errechneten arithmetischen Mittelwert von knapp 37 Cent pro Kilogramm Milch. Die meisten Auszahlungsleistungen liegen in ihren Werten zwischen knapp 35 bis fast annährend 40 Cent. Erfreulicherweise befinden sich die beiden deutschen gemeldeten Unternehmen im oberen Drittel. Die, in den letzten Jahren auf einem eher stabilen höheren Preisniveau liegenden Molkereien aus Frankreich, haben dagegen leicht an Position verloren und befinden sich nun eher im unteren Bereich.
 
Der Trend der Milchpreisauszahlungsleistung für 2018 steht unter keinen guten Vorgaben. Von einigen Molkereien wurde bereits angedeutet, dass sich die Absatzsituationen auf dem Binnenmarkt und auf dem Weltmarkt, überwiegend sehr kritisch zeigen. In einigen Milcherzeugerregionen der Europäischen Union sind die Milchmengen ausgedehnt worden, so dass ab dem kommenden Jahr die Frage durchaus gestellt muss, inwieweit die Marktsituation ausgeglichen bleiben kann. Sollte der Kompensationsspielraum geringer werden, wird es nicht von der Hand zu weisen sein, dass Milchprodukte Preiskorrekturen erfahren und somit die Erlöse von Milcherzeugern reduziert werden.
 
Die stark Milch exportierenden Länder, wie USA und Neuseeland, melden ebenfalls eine schon eine konträre Entwicklung. Während die Molkereien in Amerika zumeist ihre Milchpreise etwas erhöhten, wurde bei der neuseeländischen Molkerei Fonterra, angepasst an die Entwicklungssituation des Global Dairy Handelstenders, der Milchpreis nochmals um ein halbes Cent leicht nach unten korrigiert. Aktuell liegt der Milchpreis der Fonterra in Neuseeland bei 33 Cent, in den Vereinigten Staaten wird die Class III Milch mit fast 36 Cent gehandelt.
 
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