21.07.2017

LTO-Milchpreis Mai 2017

LTO-Milchpreis Mai 2017: Noch wenig Veränderung zum Vormonat

Der kalkulatorische Gesamtmilchpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen, hat nach der Erhebung des niederländischen Bauernverbandes LTO, in Kooperation mit der EDF (European Dairy Farmers) und Zuivel NL, gegenüber dem Vormonat nur eine leichte Erhöhung von 0,25 Cent erfahren.
Der europäische Durchschnittsmilchpreis liegt somit bei 33,28 Cent pro Kilogramm Milch (bei 4,2 %, 3,4 Eiweiß, netto, ab Hof, 500.000 kg Jahresdurchschnitt).
 
Obwohl doch bei vielen Marktsignalen sehr positive Tendenzen vorhanden sind, ist es bei der detaillierten Betrachtung der verschiedenen Molkereien nicht verwunderlich, dass die Steigerung zum Vormonat von durchschnittlich 0,25 Cent, so gering ausgefallen ist. Zum Teil gab es auch im Monat Mai 2017 noch Molkereien, die nur begrenzt ihr Auszahlungsniveau halten konnten. Aber letztendlich sind es doch Verwerter gewesen, die gewissermaßen im Tagesgeschäft Ware abgesetzt haben und somit einen schnelleren Erlös verbuchen konnten. Im Schnitt erreichten diese Molkereien ein Plus von ungefähr 1 Cent im Vergleich zum Vormonat. Die Palette der Milchpreisdifferenzen in Europa, präsentiert sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren zwischen den einzelnen Molkereien als gering und beträgt nun in etwa 3,5 Cent pro Kilogramm Milch.
 
Bei der Analyse der Weltmärkte zeigt sich, ähnlich wie beim europäischen Preisgefüge, dass der Absatz von Milchprodukten, unterschiedlich nach der Fett- und Eiweißkomponente, noch mit leichten Schwankungen reagiert hat. Der Milchpreis ist aus diesem Grunde bei der Fonterra in Neuseeland gegenüber dem Vormonat um knapp ein Cent gefallen. Auch in Übersee konnte die Class III Milch ebenfalls nur mit einer Preisreduzierung von fast 0,3 Cent abgesetzt werden. Tendenziell ist aber davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten Juni bzw. Juli 2017 die Preistendenzen weitere Sprünge nach oben machen, nachdem schon einige bekannte große europäische Molkereien, zum Beispiel Arla und FrieslandCampina, Preiserhöhungen auf über 35 Cent angedeutet haben.