05.02.2018

Milchpreise international

LTO Milchpreis Dezember 2017: Leichter Rückgang

Der niederländische Bauernverband LTO, errechnet in Zusammenarbeit mit Zuivel NL und der EDF (European Dairy Farmers), einen Gesamtmilchpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen. Für Dezember 2017 ermittelte dieser Verband einen Durchschnittswert in Höhe von 36,64 Cent. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies eine Reduzierung von 0,20 Cent. Im Vergleich zu den Vorjahreswerten zeigt der Betrag eine Verbesserung von 4,55 Cent bzw. ein Plus von 14,2 Prozent an. Die Zahlen beziehen sich dabei auf ein Kilogramm Milch, mit 4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß, netto, ab Hof, mit einer Jahresleistung des Betriebes von durchschnittlich 500.000 Kilogramm Milch.
Der zwar noch geringfügige Abstand gegenüber den Vormonatswerten, deutet aber schon auf eine Bewegung am Milchmarkt hin. In den vergangenen Monaten ist es, überwiegend aufgrund des erhöhten Milchanlieferungspotentials in der EU, zu Preisabsenkungen wichtiger Standardprodukte des Milchsegments gekommen. Vor allem bei Käse, aber auch bei Butter wurden bei den „Tagesgeschäften“ die Verkaufspreise abgesenkt. Einige Molkereien der LTO-Liste haben daher bereits im kleineren Umfang erste Erlösanpassungen vorgenommen. Gleichzeitig melden bereits mehrere Molkereien, dass sie für das neue Kalenderjahr 2018 weitere Preissenkungen vornehmen werden. Je nach Verwertung bzw. Portfolio kann in diesem Jahr der Abstand kleiner aber auch sehr deutlich ausfallen. Zwischen einem bis fünf Cent ist hier die Rede.
 
Den europäischen Durchschnittspreis haben die meisten Molkereien im Monat Dezember 2017 in der Höhe, bei wenig Streubreite, halten können. Auffällig ist bei den ermittelten Zahlen, dass die im Frühjahr 2017 besser auszahlenden französischen Molkereien, sich nun zum Jahresende im unteren Feld befinden.
 
Im Gegensatz des hiesigen Milchpreistrends in Europa konnten sich die internationalen Märkte etwas festigen. Zum Jahreswechsel zeigte sich der GDT-Markt-Tender als unverändert und hat bei den beiden Januar-Auktionen 2018 wieder eine Verbesserung erreichen können. Nach der LTO-Meldung ist der Milchpreis der neuseeländischen Fonterra folglich nur minimal um 0,08 Cent angestiegen. Dagegen verlor der Spotmilchpreis der „United States Class III“ in den USA um mehr als drei Cent.
 
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Bei der Analyse der laufenden Auszahlungsleistungen (ohne Nachzahlungen oder Rückvergütungen) des ganzen Jahres ermittelte die LTO eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Prozent. Der Durchschnittspreis stieg von 28,23 Cent in 2017 auf 34,90 Cent pro Kilogramm Milch an.