06.10.2017

DBV-Milchsymposium

Branche diskutiert über Branchenorganisation

Zu einem Seminar hatte diese Woche der Deutsche Bauernverband nach Berlin geladen, um erneut über die Chancen eines Branchenverbandes zu diskutieren. Der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Hermann Onko Aeikens, erinnerte in seinem einleitenden Grußwort an die derzeit stabile Situation am Milchmarkt, die in die Diskussion etwas Versachlichung gebracht und die Stimmung in der Milchbranche aufgehellt hat.
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Wie unterschiedlich die Diskussion nach wie vor geführt wird, zeigt die Anzahl der Protokollnotizen im Rahmen der jüngsten Agrarministerkonferenz in Lüneburg. Angesichts der verschiedenen Lösungsvorschläge machte Dr. Aeikens kein Hehl aus seiner Präferenz, dass die bekannten Herausforderungen von der Branche selbst gelöst werden. Zu den Möglichkeiten der Branche merkte Aeikens, dass die noch vorhandenen Landesvereinigungen die Möglichkeiten einer stufenübergreifenden Zusammenarbeit hätten.
 
Auch auf der Ebene des VDM (Verband der Deutschen Milchwirtschaft) wäre eine diesbezügliche Abstimmung möglich. Keine Chance auf Anerkennung als Branchenverband haben Interessenverbände, Genossenschaftsmolkereien oder Milcherzeugergemeinschaften. Mindestens zwei Akteure müssen Mitglied eines Branchenverbandes sein.
 
Über die Aussagen der anderen Referenten, der Leiterin des Exportmarketing Deutschland und der EU bei der AMA in Österreich, Margret Zeiler, des stellvertretenden Vorsitzenden des Branchenverbandes CNIEL in Frankreich, Michel Debes, den Vorsitzenden des Branchenverbandes Zuivel in den Niederlanden, Jorrit Jorritsma und des Vorsitzenden der IG Genossenschaftliche Milchwirtschaft Thomas Stürtz, berichtet der VMB in der kommenden Woche.